Adipositas: Magenverkleinerungen nehmen stark zu

Die Zahl der Magenverkleinerungen wegen Adipositas haben stark zugenommen. In den letzten zwei Jahren soll es rund 40 Prozent mehr Magenverkleinerungen gegeben haben als bisher.

Im Jahr 2009 soll es 1.700 Magenverkleinerungen wegen Adipositas, also Fettleibigkeit, bei den Versicherten der TK gegeben haben. Für das Jahr 2011 verzeichnete die Krankenkasse mehr als 2400 Eingriffe. Das entspricht einem Anstieg von über 40 Prozent.

Im Jahr 2009 soll es 1.700 Magenverkleinerungen wegen Adipositas, also Fettleibigkeit, bei den Versicherten der TK gegeben haben. Für das Jahr 2011 verzeichnete die Krankenkasse mehr als 2400 Eingriffe. Das entspricht einem Anstieg von über 40 Prozent.

photocase.com © prokop

Das teilte die Techniker Krankenkasse am Dienstag in Hannover mit.

Im Jahr 2009 soll es 1.700 Magenverkleinerungen wegen Adipositas, also Fettleibigkeit, bei den Versicherten der TK gegeben haben. Für das Jahr 2011 verzeichnete die Krankenkasse mehr als 2400 Eingriffe. Das entspricht einem Anstieg von über 40 Prozent. 2011 sollen sich für ganz Deutschland 7000 Menschen einer Magenverkleinerung unterzogen haben. Die Daten soll die TK mit im Februr 2011 veröffentlichten Studie "Gesundheit in Deutschland aktuell 2009" vom Robert-Koch Institut (RKI) mit 26 Millionen Versicherten Daten verglichen haben.

Adipositas ist eine Volkskrankheit. 60 Prozent der Männer in Deutschland und 45 Prozent der weiblichen Bevölkerung leiden unter Übergewicht bzw. Fettleibigkeit. Die steigende Anzahl der Adipositas-Operationen zeigt an, dass Übergewicht immer häufiger vorkommt. "Die Magenverkleinerung wird für immer mehr Übergewichtige zur letzten Hoffnung auf ein relativ gesundes und normales Leben", erklärt Dr. Sabine Voermans, die Leiterin der TK-Landesvertretung in Niedersachsen. Damit die Kosten einer solchen Operation von der Krankenkasse übernommen werden, muss man bestimmte Voraussetzungen haben. Eine Operation komme erst in Frage, wenn zum Beispiel eine gezielte Gewichtsreduktion durch eine Ernährungs- und Bewegungsumstellung bzw. einer generellen Veränderung des Lebensstils nichts gebracht hätte. Diese Veränderungen würden auch durch eine Teilnahme an einem begleiteten Programm mit Experten unterstützt werden.

Durchschnittlich schaffen es circa 10 Prozent der Erwachsenen ihr Gewicht nach einem Gewichtsverlust langfristig zu halten, wie die Deutsche Adipositas Gesellschaft (DAG) angibt. Bereits bei jungen Erwachsenen zwischen 20 und 24 Jahren seien 29 Prozent der Männer und 18 Prozent der Frauen Übergewichtig. Vor allem aber Männer und Frauen im Alter zwischen 70 und 74 Jahren sind Übergewichtig. Dort sind 74 Prozent der Männer und 63 Prozent der Frauen übergewichtig. Um an Gewicht zu verlieren sollte man auf eine gesunde Ernährung achten und genug Sport treiben. Eine Magenverkleinerung sollte wirklich die allerletzte Losung sein um sich bei dem Problem Übergewicht zu helfen.

"Mit dem Tagebuch von YAZIO habe ich erfolgreich abgenommen. Danke!"