Adipotide: Pille zum Abnehmen zerstört Fettzellen

Adipotide, eine Pille, die künftig beim Abnehmen helfen soll, stoppt die Blutzufuhr zu lebendem Gewebe und verhindert damit die Sauerstoff- und Nahrungsversorgung der Zellen. Für die entsprechenden Zellen bedeutet dies den Tod. Ein amerikanisches Forscherteam der University of Texas in Houston hat dieses Vorgehen nun an Fettzellen getestet, mit dem Ergebnis, dass die Fettzellen abstarben.

Pasqualini und Arap warnen vor den gefährlichen Nebenwirkungen von Appetitzüglern. Erst kürzlich begann die Europäische Arzneimittelagentur mit einer Untersuchung des Fettaufnahmeblockers Orlistat, der aufgrund seiner Einnahme zu Leberschäden führen soll. Bereits 2010 wurde der Appetitzügler Sibutramin vom Markt genommen, weil dieser das Infarkt- und Schlaganfallrisiko steigerte.

Pasqualini und Arap warnen vor den gefährlichen Nebenwirkungen von Appetitzüglern. Erst kürzlich begann die Europäische Arzneimittelagentur mit einer Untersuchung des Fettaufnahmeblockers Orlistat, der aufgrund seiner Einnahme zu Leberschäden führen soll. Bereits 2010 wurde der Appetitzügler Sibutramin vom Markt genommen, weil dieser das Infarkt- und Schlaganfallrisiko steigerte.

photocase.com © Miss X

Die so genannten Adipotide wurden bereits über Jahre hinweg an Mäusen getestet. Der Einsatz der Pille führte zu einem Gewichtsverlust von rund 30 Prozent. Nun gelang es, denselben Effekt auch bei Rhesus-Affen, die zu Fettpolstern neigen, zu wiederholen. Die Tiere verloren rund 11 Prozent an Gewicht. Rechnet man diesen Erfolg auf einen übergewichtigen Erwachsenen um, so könnte dies 10 bis 15 Kilogramm Körpergewicht bedeuten. Da der Stoffwechsel von Rhesus-Affen und Menschen sehr ähnlich sind, zeigt sich Studienleiterin Renata Pasqualini optimistisch, dass das Medikament Adipotide als Pille auch bald für Menschen eine Alternative beim Abnehmen darstellen könnte. Bereits für 2012 sei eine klinische Studie an Patienten mit Prostatakrebs geplant, die aufgrund ihrer Hormontherapie zu viel Depotfett aufgebaut haben.

Gemeinsam mit Co-Studienleiter Wadih Arap arbeitet Pasqualini bereits seit vielen Jahren an der Entwicklung von Krebsmedikamenten und suchten dabei auch eine Möglichkeit, die Verfettung ihrer Patienten aufzuhalten oder umzukehren. Während die meisten Medikamente auf den Appetit oder die Absorption von Fett im Darm abzielen, wollen die beiden Forscher mit Adipotide direkt an den Fettzellen ansetzen. Die Nebenwirkungen sollen im Gegensatz zu den bisherigen Methoden deutlich geringer sein.

Pasqualini und Arap warnen vor den gefährlichen Nebenwirkungen von Appetitzüglern. Erst kürzlich begann die Europäische Arzneimittelagentur mit einer Untersuchung des Fettaufnahmeblockers Orlistat, der aufgrund seiner Einnahme zu Leberschäden führen soll. Bereits 2010 wurde der Appetitzügler Sibutramin vom Markt genommen, weil dieser das Infarkt- und Schlaganfallrisiko steigerte.

Bei den Tieruntersuchungen mit Adipotide seien nur sehr geringe Nebenwirkungen festgestellt worden, da das Medikament nur auf bestimmte Blutgefäße getrimmt ist. Die Versuchsaffen blieben nach Angaben der Forscher munter und aufmerksam. Zudem schlug den Affen die Therapie nicht auf den Appetit. Lediglich die Nierenfunktionswerte änderten sich leicht. Nach Versuchsende seien die Werte aber schnell wieder normal geworden, heißt es.

Das ehemalige Körpergewicht kehrte bei den Affen indes nicht umgehend zum Startwert zurück. Bei den meisten Tieren habe sich der Gewichtsverlust sogar noch um mehrere Wochen weiter fortgesetzt.



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Kommentare

Die kommende Zeit wird es schon richten, wenn die Menschen weniger zu Essen bekommen. Bis jetzt haben wir im Schlaraffenland gelebt. Auch das geht vorbei, es dauert nicht mehr lange...

Kann man so etwas auch bei Krebs einsetzen?

Au Weijah! :-/

Viele Menschen kommen mit Sport und gesundem Essen nicht gegen ihre gentisch ungünstige Figur an so ein quatsch!!!

@Kasperle: Wenn die Fettzellen tot sind, werden sie vom Körper resorbiert und ausgeschieden, sie wären damit also schon aus dem Körper. Zumal diese Vorgehen den Vorteil hätte das sie nicht wieder einfach aufgefüllt werden können, wenn man mehr ist. Trotzdem sehe ich die Pille kritisch, obwohl ich selber im Bio-Bereich forsche und mich für Pharmaforschung interessiere, fällt es mir schwer zu glauben das diese Pillen wirklich so gezielt wirken können. Fettzellen sind im Körper an sehr vielen stellen, nicht nur da wo sie uns stören. An manchen sind sie wichtig. Außerdem ist der Hinweis mit der Nieren funktion nicht zu unterschätzen, Menschen nehmen solche Medikamente häufig nicht unter Laborbedingungen (z.B. kein Alkohol, regelmäßig, fester Zeitraum) sondern eben nach individuellen Mustern, und da kann sowas schnell gefährlich werden. Ich finde den Ansatz interessant, aber der Nutzen muss erst noch bewiesen werden. Ich werde jedenfalls lieber ne Runde laufen gehen.

Fettleibigkeit beginnt im Kopf. Daran ändert keine Pille etwas.

a) Wenn die Fettzellen tot sind, sind sie noch lange nicht aus dem Körper. b) Viele Tiere müssen für die Ess- und Lebensfehler der Dicken, sowie der Geldgierigen Pharmaindustrie Ihr Leben hingeben. Die Anzahl der Tierversuche alleine in Deutschland nimmt jährlich stark zu (2011 = 3,9 Millionen Wirbeltiere verbraucht und getötet)!!! c) Adipositas ist eine Krankheit, die vor allem in den reichen Industrieländer vorkommt. In armen Ländern (z.B. Afrika, Indien, usw.) kennt man diese Erkrankung fast überhaupt nicht. d) Das bald kommende Weihnachtsfest ist wie immer die Hochburg der Verfressenen Europäer. Sollen sie sich doch totfressen, statt Anti-Fettpillen zu schlucken! Frohe Weihnachten, wünscht Kasperle !

Aktien-Wissenschaft Die erste Studie mit Mäusen wurde 2004 durchgeführt, jene mit Affen 7 Jahre später. Meine Frage in diesem Zusammenhang: Warum haben die Autoren sowie die Besitzer der Firma, die das Produkt herstellt, so lange mit der Durchführung der zweiten Studie gewartet? Wer steckt solch ein profitversprechendes ‘Wundermittel‘ freiwillig so lange in die Schublade!? Die Antwort ist einfach; der Autor hat es sogar selber erklärt: “the treated monkeys consumed less of their regular food” (siehe Artikel in Science 9.11.2011). Die Mäuse und Affen haben weniger gegessen (eine klassische Nebenwirkung) und aus diesem simplen Grund abgenommen! Die Gewichtsabnahme hat demnach mit dem Schrumpfen der Fettzellen gar nichts zu tun! Das erklärt auch, warum die Autoren so lange mit der zweiten Studie gewartet haben: Sie wussten (und wissen es immer noch), dass die Wirkung wissenschaftlich korrekt betrachtet/interpretiert eine Nebenwirkung ist! Aber… eine Studie mit Affen lässt die Aktien steigen! Das ist Pseudowissenschaft, die an Kriminalität grenzt!

Contergan hatte auch eine Wirkung auf Blutgefäße, wurde als gut verträgliches Schlafmittel vermarktet und hat eine Katastrophe verursacht!

Neeein, so verlieren wir all die sympathischen Dicken... Aber RTL hätte ohne die Dicken nichts mehr zu berichten^^

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"Mit dem Tagebuch von YAZIO habe ich erfolgreich abgenommen. Danke!"