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Bei Durchfall: Hausmittel oder Arztbesuch?

Bei Durchfall: Hausmittel oder Arztbesuch?

Durchfallerkrankungen können sowohl mit Hausmitteln wie rohen geriebenen Äpfeln als auch mit unterschiedlichen rezeptfreien Medikamenten behandelt werden. Sollte Durchfall jedoch länger als zwei Tage anhalten, empfiehlt die Bundesapothekerkammer in Berlin, schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen.

Meist ist die Ursache von akutem Durchfall eine Infektion mit Viren oder Bakterien. Besonders häufig infizieren sich Kinder, Senioren und Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Nierenschwäche. Die Bundesapothekerkammer warnt davor, dass Durchfallerkrankungen den Organismus austrocknen können. „Deshalb bei Durchfall viel trinken: Ideal sind Elektrolytmischungen, die neben Wasser- auch Salzverluste auffüllen“, rät Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. Fink empfiehlt Traubenzucker sowie die beiden Salze Natrium und Kalium für eine ideale Mischung zu verwenden.

Ein gängiges Hausmittel bei Durchfall ist der Verzehr von rohen geriebenen Äpfeln. Da dieses Obst viel Pektin enthält, führt es zum Aufquellen des Darms und festigt den Darminhalt. Sollten nur leichte Durchfallbeschwerden auftreten, kann auch ein Tee aus Heidelbeerblättern oder starker schwarzer und grüner Tee zur Linderung herangezogen werden. Die große Menge Gerbstoffe der Tees bilden eine Art Schutzschicht auf der Darmschleimhaut. Experten raten jedoch von der als Hausmittel empfohlenen Kombination von Cola und Salzstangen ab, da zwar viel Natrium und Zucker enthalten sei, Kalium jedoch fehle.

Zur Minderung von Durchfallbeschwerden sind auch zahlreiche rezeptfreie Medikamente erhältlich. So führt die Einnahme des Wirkstoffs Loperamid zu einer eingeschränkten Darmbewegung, festerem Stuhl und geringerem Stuhldrang. Hinsichtlich der Dosierung empfehlen Ärzte eine Einnahme zunächst maximal über zwei Tage auszudehnen. Bei Darminfektionen und Kindern zwischen zwei und zwölf Jahren darf der Wirkstoff nur in Absprache mit einem Arzt zugeführt werden. Des Weiteren können sogenannte Adsorbentien eingenommen werden, die Wasser und andere Substanzen wie Giftstoffe an ihrer Oberfläche binden.

Bei Durchfall treten häufig auch Übelkeit, Krämpfe oder Bauchschmerzen auf. Wenn bei Patienten länger als zwei Tage Durchfallbeschwerden auftreten, sollte unbedingt ein Arzt zu Rate gezogen werden. Vor allem bei Fieber, Blut im Stuhl oder Kindern unter zwei Jahren ist eine ärztliche Betreuung von Durchfallerkrankungen unabdingbar.

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