Bitterschokolade als Schutz für Herz und Kreislauf
Bitterschokolade ist nicht nur eine süße Leckerei, sondern schützt offenbar auch Herz und Kreislauf. Nach Ansicht eines emeritierten Professors aus Wiesbaden genügt bereits der Verzehr von einer Viertel Tafel Bitterschokolade pro Tag, um Herz und Kreislauf zu stärken, wie "derwesten.de" berichtet.
Diese Nachricht wird alle Naschkatzen freuen: Schokolade ist nach Expertenansicht nämlich keine kalorienhaltige Sünde, sondern richtig gesund für unseren Körper. Wie jetzt in der Fachzeitschrift "DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift" veröffentlicht wurde, können Inhaltstoffe in Kakaopulver und damit auch daraus hergestellte Bitterschokolade das Herz- und Kreislaufsystem erheblich stärken. Nach Meinung von Experten überwiegen diese Vorteile des Naschens gegenüber dem Risiko, durch den hohen Kaloriengehalt in Schokolade an Gewicht zuzunehmen.
Um durch Schokoladenverzehr Herz und Kreislauf zu schützen, genügt bereits eine Viertel Tafel Schokolade, erklärt Gustav Belz, emeritierter Professors für Pharmazie aus Wiesbaden. Um seine schützende Wirkung zu entfalten, müsse es allerdings Zartbitter sein. Der Experte empfiehlt den Verzehr von Schokolade mit einem Kakao-Gehalt von 85 Prozent. Im Gegensatz zu Zartbitterschokolade enthalte Milchschokolade nämlich nur wenig Kakao. Zudem könne der hohe Milchanteil der Aufnahme von Flavonoiden im Darm entgegenwirken, so Belz.
Diese für den Organismus wichtigen Stoffe sind Farb- und Schutzstoffe von Pflanzen, die in der Kakaobohne vermehrt vorkommen. Wegen ihres bitteren Geschmacks werden sie in der Produktion meist reduziert. So weist weiße Schokolade so gut wie keine Flavonoide mehr auf. Laut Professor Belz bringen diese Stoffe jedoch für den Körper sehr wichtige Eigenschaften mit sich. In seiner Publikation macht er deutlich, dass eine durch die Aufnahme dieser Stoffe hervorgerufene Erweiterung der Arterien zu hohen Blutdruck senke. Dadurch könne das Risiko für eine Herzkreislauferkrankung minimiert werden. So werde verhindert, dass sich Blutplättchen, die zu Blutgerinnseln und damit einem Herzinfarkt führen können, zusammenlagern, so Belz.
Überdies haben in Bitterschokolade vermehrt enthaltene Flavonoide laut Experte einen positiven Einfluss auf die Darmbakterien. Diese Stoffe reduzieren zudem Entzündungsreaktionen im Körper und steigern die Bildung von Stammzellen. Nach Angaben des Pharmakologen könnte sich Bitterschokolade trotz des hohen Fett- und Zuckergehalts sogar positiv auf Blutzucker und Blutfette auswirken.
Über den Autor
Sabrina ist Redakteurin, legt viel Wert auf eine ausgewogene Ernährung und kocht am liebsten mit frischen Bio-Zutaten.


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