Bubble Tea: Aigner warnt vor Verschluckungsgefahr

Die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner will künftig vor Verschluckungsgefahr bei Bubble Tea warnen.

Daher sollten Kinder unter 4 Jahren kein Bubble Tea trinken. Da die Tapioka-Perlen ebenso groß sind wie Erdnüsse, besteht bei beiden ein Erstickungsrisiko.

Daher sollten Kinder unter 4 Jahren kein Bubble Tea trinken. Da die Tapioka-Perlen ebenso groß sind wie Erdnüsse, besteht bei beiden ein Erstickungsrisiko.

photocase.com © AndreasF

Demnach soll es Warnhinweise wegen Gesundheitsgefahren auf der Speisekarte oder neben der Kasse der Läden mit dem Trendgetränk Bubble Tea geben, wie das „Hamburger Abendblatt“ am Samstag berichtet.

Damit vertritt Aigner ebenso wie die Stiftung Warentest und der Berufsverband der Kinder und Jugendärzte (BVKJ) die Meinung das Kinder bis 4 Jahren vir dem Kultgetränk durch Warnhinweise geschützt werden sollen. Befürchtet wird, dass die Kügelchen im Tee von Kleinkindern verschluckt werden könnten. Die Bubbles könnten im Falle, dass sie in die Lunge gelangen, möglicherweise eine Lungenentzündung auslösen. Der BVKJ hatte diese Problematik im Zusammenhang mit Bubble Tea bereits im Februar diesen Jahres angesprochen. Alleine durch die Darreichungsform des Getränke, in dem die Kügelchen durch einen Strohhalm gezogen werden, bestehe ein hohes Verschluckungsrisiko. Diese Risiko besteht auch bei Erwachsenen, ist aber für Kleinkinder noch höher. Daher sollten Kinder unter 4 Jahren kein Bubble Tea trinken. Da die Tapioka-Perlen ebenso groß sind wie Erdnüsse, besteht bei beiden ein Erstickungsrisiko. Das bei Bubble Tea eine solche Erstickungsgefahr vorliegt, wurde am Donnerstag durch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bestätigt. Aufgrund der Ergebnisse der Untersuchung hat die Bundesverbraucherministerin Frau Aigner Warnschilder in Auftrag gegeben, bei Wirtschaftsverbänden, Herstellern und Verkäufern des Getränkes, welche bundeseinheitlich und leicht verständlich sowie leserlich sein sollen.

Problematisch ist das Kultgetränk Bubble Tea aber nicht nur wegen den Toppings, welche aus Tapioka-Perlen, Fruchtperlen oder Fruchtstücken bestehen können. Bubble Tea enthält nämlich ebenso viel Zucker wie Cola. Durchschnittlich befinden sich in einem 500 ml-Becher zwischen 50 und 60 Gramm Zucker, teilweise fand die Stiftung Warentest auch Produkte welche 30 Stücke an Würfelzucker enthielten. Ein weiterer Inhaltsstoff ist Koffein, welcher Nervosität, Schlafstörungen oder sogar Herzrasen bei Kleinkindern auslösen kann. Ebenso wird vermutet, dass die nicht zu deklarierenden Farbstoffe zu Allergien führen können. Hauptsächlich kommt die Farbe von Bubble Tea durch künstliche Farbstoffe und keine Früchte zustande. Azofarbstoffe müssen auf verpackten Lebensmitteln gekennzeichnet werden, da diese unter Umständen nzu einem Aufmerksamkeitsdefizit oder sogar Hyperaktivität führen können. Demnach wäre es nicht nur sinnvoll und wünschenswert, wenn vor einer Verschluckungsgefahr gewarnt wird, sondern auch klar und deutlich erkannt wird, wie viel Zucker, Kalorien und welche Farbstoffe in dem jeweiligen Tee enthalten sind.


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Kommentare

drago

drago als Kind gabs vor 50 Jahren im Tante Emma-Laden diese Plastikfläschchen mit den kleinen Zuckerkügelchen drin. Komisch, da regte sich niemand auf.....aber da durften Kinder auch noch aus Wasserpfützen trinken. Das waren noch Zeiten-....

cool

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