Burnout: Sport und Lob senkt Risiko
Sport und Lob bei der Arbeit sollen das Risiko senken an Burnout zu erkranken. Durch Sport wird Stress abgebaut, welches gerade bei Burnout der größte Risikofaktor ist. Dabei ist es völlig egal, welcher Sportart man nachgeht. Radfahren eignet sich genauso gut zur Burnout-Prävention wie Schwimmen oder Yoga. Lob bei der Arbeit und das Verhalten vom Chef sind ebenso Indikatoren die das Burnout-Risiko senken oder erhöhen können.
Wie „Süddeutsche.de“ am Donnerstag berichtet, soll eine regelmäßig betriebene Sportart einen Schutz vor Burnout darstellen. Zu dem Schluss kam der „Berufsverband der Deutschen Psychologinnen und Psychologen“, wie Ulrich Schübel in Berlin erklärte Wichtig wäre es, dass die sportliche Tätigkeit vor allem Spaß macht und so zum Stressabbau führt, betonte Schübel.
Um die Mitarbeiter und sich selbst vor Burnout zu schützen, sollte der Chef eine Vorbildfunktion einnehmen. Dabei spielt seine Fitness genauso eine Rolle wie seine ausgeübten Arbeitszeiten und die Erreichbarkeit von ihm. Wenn der direkte Vorgesetzte ständig per Handy oder E-Mail erreichbar ist, eifern viele Mitarbeiter diesem Vorbild nach. Weil sich einen gewisser Druck dazu empfinden, so könnten sich erste Erschöpfungssymptome aufbauen. Gleichzeitig ist es motivierend zu sehen, dass eine Führungskraft sich auch körperlich betätigt. Eventuell werden dessen Mitarbeiter damit auch motiviert Sport zu treiben und sich um das Thema Gesundheit zu kümmern. Schübel betont auch, dass gute Arbeit mit einem Lob anerkannt werden sollte. Durch Lob kann der Stresspegel des Mitarbeiters gesenkt werden, da er dadurch weiß, dass er gute Leistungen erbringt.So sinkt die Angst vor einer Kündigung. Lob schafft somit auch ein gewisses Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Wer kein Lob erhält, fällt eventuell in die Gratifikationskrise. Darunter verstehen Psychologen, dass ein Angestellter viel Engagement zeigt, aber das Gefühl hat, dass dieses nicht anerkannt wird. Dadurch entwickelt sich zusätzlicher Stress und Druck auf den Angestellten, welcher durch regelmäßiges Loben bzw. Feedback vermieden werden könnte.
Eine aktuelle Studie, welche vom „Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information“ in Auftrag gegeben wurde untersucht die beste Therapiemöglichkeit für das Burnout-Syndrom. In Betracht kommen dabei Therapien wie kognitive Verhaltenstherapien, die Reduktion der Arbeitsbelastung, sowie die Erhöhung von Entscheidungsspielräumen und generell einer Veränderung des Arbeitsklima sowie weitere Therapieformen.
Leider bemängelt das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information in der Auswertung der Studie die Wirksamkeit mancher Therapieformen. Dabei sind vor allem die Musiktherapie, das Stressmangament und auch Physiotherapie im kritischen Fokus. Der ganze Bericht dazu ist hier zu lesen.
Über den Autor
Kathrin ist freie Journalistin und hat sich auf die Themen Gesundheit, Ernährung und Sport spezialisiert.

