Capri-Sonne: Ehepaar mit Vergiftung im Krankenhaus
Ein Bremer Ehepaar musste nach dem Verzehr des Fruchtsaftgetränks „Capri-Sonne“ mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei geht davon aus, dass das wiederverschließbare Erfrischungsgetränk von Unbekannten mit einer giftigen Substanz manipuliert wurde, wie "Focus-Online" berichtet.
Vergangene Woche ist der Genuss der allseits beliebten "Capri-Sonne" einem Ehepaar aus Bremen zum Verhängnis geworden. Seit vergangener Woche befindet sich die 54 Jahre alte Frau mit einer Vergiftung im Krankenhaus. Der 56-jährige Mann konnte das Krankenhaus bereits wieder verlassen. Die Frau hingegen liegt nach Polizeiangaben im künstlichen Koma.
Nach Angaben eines Polizeisprechers habe man in dem „Capri-Sonne“-Saft eine giftige Substanz sicherstellen können. Diese sei normalerweise nicht Bestandteil des Getränks und habe die Vergiftungserscheinungen hervorgerufen, berichtet „Focus Online“.
Die Herstellerfirma SiSi-Werke GmbH spricht am Donnerstag von einem Fall „krimineller Manipulation“. Qualitätsmängel in der Produktion sind nach Angaben des Unternehmens nicht ursächlich für die giftigen Substanzen. Im Raum Bremen sind laut Hersteller mehrere manipulierte wiederverschließbare 330-Milliliter-Beutel "Capri-Sonne" gefunden worden. Unbekannte haben diese geöffnet und eine fremde Flüssigkeit hinzugefügt.
Die SiSi-Werke GmbH ist laut „Focus-Online“ tief betroffen und äußerte ihre Anteilnahme mit dem erkrankten Ehepaar. Gleichzeitig spricht die Firma von einem Einzelfall und betont, dass keine weiteren Konsumenten zu Schaden gekommen seien. Dabei beruft sich der "Capri-Sonne"-Hersteller auf Polizeiangaben. Die Verbraucher werden jedoch gebeten, nur wiederverschließbare „Capri-Sonne“ mit einem unverletzten Originalverschluss zu konsumieren. Man werde die Polizei tatkräftig bei der Aufklärung des Falls unterstützen.
Die erste „Capri-Sonne“ kam 1969 in den Geschmacksrichtungen Orange und Zitrone auf den Markt. Niemand anderer als Muhammed Ali verhalf dem deutschen Fruchtsaft mit einer großangelegten Werbeinitiative zu weltweiter Bekanntheit. Inzwischen ist das Kultgetränk auch in vielen anderen Geschmacksrichtungen erhältlich. In 18 Ländern wird „Capri-Sonne“ mittlerweile produziert und steht in mehr als 100 Ländern in den Supermarktregalen. Bislang hatten lediglich der hohe Zuckeranteil und der dagegen sehr geringe Fruchtsaftanteil Verbraucherschützern Anlass zur Kritik gegeben.
Über den Autor
Sabrina ist Redakteurin, legt viel Wert auf eine ausgewogene Ernährung und kocht am liebsten mit frischen Bio-Zutaten.

