Deutsche haben immer weniger Zeit zum essen
Zwar gibt es in Deutschland eine Fülle von Kochsendungen, aber bei den Zuschauern scheint davon, nicht viel hängen zu bleiben. Nach einer Studie des Lebensmittelkonzerns Nestlé sinkt die Zahl der Menschen, die regelmäßige Mahlzeiten einnehmen. Bei der Studie „So isst Deutschland“ wurden die Essgewohnheiten von etwa 4.000 Menschen aller Altersgruppen untersucht. Gegessen wird, laut der Studie immer dann, wenn gerade Zeit bleibt. Wer sich keine Zeit nimmt, um regelmäßig zu essen, der neigt sehr viel eher dazu, fette und kalorienreiche Snacks zu sich zu nehmen.
Laut der Studie klagt über die Hälfte der Befragten darüber, dass sie zu wenig Zeit hätten, um sich vernünftig zu ernähren. Das gilt so hauptsächlich für Berufstätige, die Vollzeit arbeiten. Eine Gruppe, die besonders dazu neigt, unregelmäßig zu essen, sind Jugendliche im Alter von 14 bis 29 Jahren. Sie greifen dabei besonders gern zu Fast Food und süßen Snacks. Dies zeigt sich schlussendlich auch im steigenden Übergewicht, das besonders in dieser Altersgruppe außergewöhnlich ausgeprägt ist.
Da bei der Ernährung das Vorbild der Eltern sehr wichtig ist, kann man anhand des Bildungsniveaus auch einen Trend zu ungesunder Ernährung erkennen. So wird in Familien mit hohem Bildungsstand sehr viel mehr auf regelmäßige und ausgewogene Ernährung geachtet als in bildungsfernen Familien. Renate Köcher vom Institut für Demoskopie in Allensbach bringt es auf den Punkt, "Essen ist ein Spiegel der Gesellschaft". Je weniger Zeit sich der Mensch für seine Ernährung nimmt, umso schlechter scheint es auch um seine Gesundheit bestellt zu sein.
Über den Autor
Petra ist Journalistin und passionierte Freizeitsportlerin. Sie ist auf gesunde Ernährung und Wellness spezialisiert.


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