Eisen: Nanopartikel beeinflussen Aufnahme
Nanopartikel sollen die Aufnahme von Eisen in den Körper beeinflussen. Die Nanopartikel sollen dazu führen, dass der Körper weniger Eisen aus der Nahrung zu sich nimmt. Das haben Forscher der Cornell University herausgefunden. Die Studienergebnisse wurden am 12. Februar in dem Fachmagazin "Nature Nanotechnology" veröffentlicht.
Bei der Studie der Forscher aus Ithaca, wurde die Wirkung von Nanopartikel auf Hühner getestet. Dazu mischten sie in das Futter der Tiere 50 Nanometer große Polystyrol-Teile. Bei Polystyrol handelt es sich um einen Kunststoff, der auch für Lebensmittelverpackungen verwendet wird. Dieser Stoff kann dann durch die verpackten Lebensmittel in den Körper aufgenommen werden. Polystyrol ist für den Körper aber ungiftig.
Allerdings haben die Forscher bei den Hühnern eine Veränderung der Darmschleimhaut bemerkt. Diese führte dazu, dass nicht mehr so viel Eisen aus der Nahrung aufgenommen wurde, wie bei der Kontrollgruppe ohne Nanopartikel. Die - oral- aufgenommenen Nanopartikel führten bei einem mehrwöchigen Konsum zu einer Veränderung der Darmschleimhaut. Zuerst wurde weniger Eisen aus der Nahrung aufgenommen, darauf reagierte der Organismus mit einer Vergrößerung der Oberfläche der Darmschleimhaut die für eine Eisenaufnahme zuständig ist. Zudem spritzten die US-Forscher andere Hühner eine gewisse Menge der Nanopartikeln direkt in den Dünndarm. Bei den so behandelten Tieren konnte eine sofortige Reduktion der Eisenaufnahme festgestellt werden.
Um die Ergebnisse der Tiere auf den Menschen übertragen zu können, behandelten die Forscher auch Zellkulturen. Die Zellkulturen entstanden aus Darmzellen vom Menschen. Dabei konnten sie nach einer Behandlung mit Polystyrol ebenfalls eine Veränderung der Darmschleimhaut feststellen. Die Behandlung führte zu einem gesteigerten Eisentransport, da durch die Nanopartikel die Zellmembran verändert wurde. Durch die Veränderung der Zellmembran würde es Nanopartikeln und auch anderen Stoffen wie Bakterien oder Viren, schneller gelingen in den Körper einzudringen. Welche Folgen Nanopartikel auf den Organismus und die Aufnahme von Nährstoffen genau haben, müsse nun in weiteren Studien geklärt werden, wie die Forscher um Gretchen J. Mahler schreiben.
Nanopartikel kommen aber nicht nur in Lebensmittelverpackungen sondern auch Medikamenten, Pflegeprodukten oder anderen Produkten vor. Wie genau die durchschnittlich 100 Nanometer großen Teile den menschlichen Organismus beeinflussen, ist noch nicht geklärt. Daran soll weiter geforscht werden, da die Nanotechnologie in immer mehr Wirtschaftszweigen und dadurch auch alltäglichen Dingen Verwendung findet.
Über den Autor
Kathrin ist freie Journalistin und hat sich auf die Themen Gesundheit, Ernährung und Sport spezialisiert.


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