Etikettenschwindel bei Lebensmitteln
Beim Einkauf von Lebensmitteln möchte man sich als Kunde gern auf die Angaben auf den Etiketten verlassen. Leider deckt die Stiftung Warentest immer wieder dreiste Fälle von Etikettenschwindel auf. Wer sich als Kunde auf die Angaben der Hersteller verlässt, kann hier oft die seltsamsten Überraschungen erleben. Denn viele Produkte entpuppen sich bei genauem Hinsehen als Mogelpackung.
Dass die Hersteller oft wahre Fett- und Kalorienbomben als gesunde Lebensmittel anpreisen, ist man als Verbraucher mittlerweile ja schon gewöhnt. Dass aber 200 von 750 Lebensmitteln bei Untersuchungen falsch oder unzureichend deklariert wurden, klingt alarmierend. So beanstandete die Stiftung Warentest in den letzten zwei Jahren fast jedes vierte Etikett. Bei bestimmten Marken enthält vermeintliches Vanilleeis keinerlei Spuren von Vanille. Das gilt auch für vermeintlichen Basmati Reis. Untersuchungen haben in den Packungen keinerlei Spuren von Basmati Reis entdecken können. Ein angeblich extra natives Olivenöl entpuppte sich als minderwertiges Produkt. Und dass man sich von den verlockenden Bildern auf der Verpackung nicht täuschen lassen sollte, zeigen Beispiele von Smoothies. Diese enthalten, entgegen den Produktfotos in der Hauptsache Apfelsaft.
Aber auch wer genauer hinsehen möchte, hat es nicht leicht. So sind auf vielen Verpackungen die Zutatenlisten zwar vorhanden. Aber sie sind oft so klein gedruckt, dass man sie ohne eine Lupe nicht entziffern kann. Zwar haben die EU-Minister eine neue Regelung für die Kennzeichnung von Lebensmitteln erlassen, aber die gilt erst ab dem Jahr 2014. Bis dahin sollte man als Verbraucher kritisch bleiben und sich nicht nur allein auf die Angaben der Hersteller verlassen.
Über den Autor
Sebastian ist Chef-Redakteur von Yazio.de. Er ist mit allen Formen gesunder Ernährung bestens vertraut.


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