Genvariante macht schlanke Menschen krank

Ein und dasselbe Gen könnte bei schlanken Menschen für einen geringen Anteil an Körperfett und zugleich für den Ausbruch von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes verantwortlich sein.

In der Studie wurden die Erbanlagen von 76.000 Menschen auf Gene untersucht, die den Anteil von Körperfett beeinflussen können. Dabei konnte die Variante eines Gens (IRS1), die für einen geringen Gehalt an Körperfett verantwortlich ist, auch mit einem höheren Risiko für Diabetes Typ2 und Herzkrankheiten in Verbindung gebracht werden.

In der Studie wurden die Erbanlagen von 76.000 Menschen auf Gene untersucht, die den Anteil von Körperfett beeinflussen können. Dabei konnte die Variante eines Gens (IRS1), die für einen geringen Gehalt an Körperfett verantwortlich ist, auch mit einem höheren Risiko für Diabetes Typ2 und Herzkrankheiten in Verbindung gebracht werden.

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Das fanden Forscher des <a href="http://www.mrc.ac.uk" target="_blank">Medical Research Council</a> (MRC) in Cambridge heraus. Demnach könne durch einen schlanken Körper und durch eine entsprechend gesunde Ernährungsweise nicht immer das Risiko von Herzkrankheiten oder Diabetes per se ausgeschlossen werden, heißt es.

"Wir haben eine wahrhaft faszinierende genetische Geschichte aufgedeckt, als wir die unerwarteten Effekte dieses Gens untersuchten", so Ruth Loos, leitende Forscherin des Projekts. Die Wissenschaftler haben sich zum Ziel gesetzt, genaue Hinweise für die zielgenaue Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes sowie für einen gesunden Lebensstil zu finden.

So sei vor allem bei Männern aufgefallen, dass jene, die ein Gen besitzen, das bei ihnen einen geringen Körperfett-Anteil bedingt, häufiger an Diabetes Typ2 und Herzleiden erkranken. Schlanke sollten daher nicht von vorneherein davon ausgehen, dass sie aufgrund ihres Erscheinungsbildes gesund seien. "Es sind nicht nur übergewichtige Menschen, die empfänglich für diese Leiden sind", so Loos.

Den Grund sehen die Forscher in der Methode zur Ablagerung von Fett. "Genetische Varianten bestimmen nicht nur die Gesamtmenge, sondern auch die Art des Fetts im Körper. Wir wissen es noch nicht ganz sicher, nehmen aber an, dass diese Menschen das Fett an anderen Stellen einlagern, etwa in der Leber oder den Muskeln", erklärt die Forscherin. Dies wiederrum führe dann zu Störungen der Organfunktionen.

In der Studie wurden die Erbanlagen von 76.000 Menschen auf Gene untersucht, die den Anteil von Körperfett beeinflussen können. Dabei konnte die Variante eines Gens (IRS1), die für einen geringen Gehalt an Körperfett verantwortlich ist, auch mit einem höheren Risiko für Diabetes Typ2 und Herzkrankheiten in Verbindung gebracht werden.



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