Hohe Pestizidbelastung in Paprika
Gerade in der kalten Jahreszeit legen wir besonderen Wert auf Obst und Gemüse. Die Lebensmittelläden bieten das ganze Jahr über Salat und Früchte aus der ganzen Welt an. Aber wie neueste Untersuchungen zeigen, ist dies nicht ganz unproblematisch. Wie häufige Rückrufaktionen bei belasteten Lebensmitteln beweisen, wird hier oft mit unsauberen Mitteln gearbeitet.
Um auch im Winter schöne rote Paprika verkaufen zu können, greifen viele Produzenten in die chemische Trickkiste. Weil die Früchte auch im spanischen Winter nicht schnell genug reifen, wird mit sogenannten Wachstumsregulatoren nachgeholfen. Nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace wiesen die roten und gelben Paprika zahlreicher Discounter, einen erhöhten Wert des Wirkstoffes Ethephon auf.
Durch die Verwendung dieser Chemikalie reifen Früchte und Gemüse deutlich schneller. Dabei dringt aber der Wirkstoff Ethephon in das Pflanzengewebe ein und zerfällt bei einem Abspaltungsprozess. Dies ist schon in kleinen Mengen für den menschlichen Organismus schädlich. Er führt zu Hautreizungen und Reizungen der Schleimhäute, besonders bei Kindern. In großen Mengen verzehrt wird der Wirkstoff Ethephon als Nervengift. Die von Greenpeace entnommenen Proben wiesen bei immerhin drei von 29 Produkten Überschreitungen des gesetzlichen Höchstgehaltes auf.
Greenpeace weißt darauf hin, dass der Verbraucher die betroffenen Paprika an einer auffälligen Grünschattierung erkennen kann. Gerade wenn es um die Ernährung von Kindern geht, sollten Eltern auf den Kauf von Paprika, die nicht aus biologischem Anbau stammen verzichten. Besser wäre es, auf heimisches Gemüse zurückzugreifen. So haben beispielsweise heimischer Brokkoli oder Weißkraut sehr viele wichtige Vitamine und haben auch keinen langen Transportweg hinter sich.
Über den Autor
Sebastian ist Chef-Redakteur von Yazio.de. Er ist mit allen Formen gesunder Ernährung bestens vertraut.


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