Jeder Dritte über 80 leidet unter Demenz
Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat den Demenz-Report 2011 veröffentlicht, der bestätigt, dass Alzheimer immer häufiger auftritt. Zuerst vergisst man den Namen des Bekannten, den man zufällig auf der Straße wiedersieht oder es fällt einem nicht mehr ein, wo man seinen Hausschlüssel hingelegt hat. So geht es vielen Menschen und jeder vergisst mal etwas. Im zunehmenden Alter allerdings kann Alzheimer der Grund für die Vergesslichkeit sein. Betroffen ist heute bereits jeder Dritte der über 80-Jährigen.
Dem Report nach sind in Deutschland etwa 1,3 Millionen Menschen dement und pflegebedürftig. Ändert sich daran nichts und es werden keine geeigneten Therapien entwickelt oder gar der Ausbruch der Krankheit verhindert, könnten 2030 bereits 2 Millionen und weitere 20 Jahre später rund 2,6 Millionen Menschen an Alzheimer erkrankt sein. Aufgrund des demographischen Wandels in den letzten Jahrzehnten wird es immer seltener möglich sein, dass die Betroffenen von Familienmitgliedern gepflegt werden können. Auch professionelles Pflegepersonal wird in den Regionen, in denen bereits heute mehr Ältere als junge Menschen leben, immer knapper, so dass die Patienten immer schlechter versorgt werden können.
Alzheimer ist eine Alterserkrankung des Gehirns und führt am häufigsten zu Demenz. Allerdings muss es umgekehrt nicht der Fall sein. Ursachen können auch Durchblutungsstörungen, Entzündungen im Gehirn, ein Tumor oder Schlaganfall sein. Durch Verklumpungen von Eiweißmolekülen im Gehirn entsteht Alzheimer. Diese haben zur Folge, dass Nervenfasern und Nervenzellen absterben, was wiederum dazu führt, dass das Gehirn schrumpft. Dadurch kommt es zu Gehirnschäden und zu Einschränkungen des Sprach- und Denkvermögens.
Bisher kann man den Ausbruch der Krankheit nicht verhindern. Aber das Risiko an Demenz zu erkranken, ist bei Menschen, die ein Leben lang körperlich und geistig aktiv sind, geringer. Leidet man bereits an der Krankheit, ist das herkömmliche Gedächtnistraining für den Patienten selten förderlich, da es zu sehr auf Leistung aus ist und der Patient aufgrund seiner geistigen Einschränkungen nicht imstande ist, die Aufgaben zu lösen. Dies sorgt schnell für Frust bei den Betroffenen. Helfen können Angehörige viel mehr damit, dass sie sich für den Erkrankten Zeit nehmen und etwas gemeinsam unternehmen und ihn mit einbeziehen. Auch im Haushalt könnte man sich helfen lassen, wenn auch das Ergebnis vielleicht nicht perfekt ist.
Über den Autor
Bianka ist Journalistin und schreibt über Themen wie ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensmittel.


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