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Koffein senkt das Hautkrebsrisiko

Koffein senkt das Hautkrebsrisiko

Koffein ist vor allem als Muntermacher bekannt. Forscher der Rudgers Universität in New Jersey haben nun einen weiteren positiven Effekt nachgewiesen: Zellen, die durch UV-Strahlen beschädigt wurden, werden von Koffein zerstört, was die Ausbreitung von Melanomen stoppt.

Zu starke Sonneneinstrahlung kann der DNS der Hautzellen schaden. Dadurch kommt es zu einer unkontrollierten Teilung der Zellen und längerfristig zu Hautkrebs. Dabei werden zwei Arten unterschieden: schwarzer und weißer Hautkrebs. Während die Heilungschancen bei letzterem gut stehen, ist dies beim Malignen Melanom, also dem schwarzen Hautkrebs, nicht der Fall. Vorbeugung ist demnach umso wichtiger. Unterstützt werden könnte der Schutz vor den schädigenden UV-Strahlen künftig durch Koffein.

Bereits in den vergangenen Jahren lieferten Studien immer wieder Hinweise auf ein geringeres Hautkrebsrisiko durch den Muntermacher. Das aktuelle Forschungsprojekt der Rudgers Universität hat nun eindeutige Ergebnisse liefern können. Allan Conney und sein Team untersuchten die molekulare Ursache der Koffeinwirkung an Mäusen, indem sie die Nager 19 Wochen lang starker UV-Strahlung aussetzten. Ein Teil der Tiere wies dabei einen Defekt auf dem sogenannten ATR-Gen auf. Nach Ende des Experiments zeigte sich, dass die Mäuse mit defektem Gen 69 Prozent weniger Hautkrebs entwickelt hatten als ihre normalen Artgenossen. Dies zeigt, dass das ATR-Gen einen wesentlichen Teil zur Entwicklung von Tumoren beiträgt. Zellen, deren DNS durch die UV-Strahlen beschädigt wurde, sterben bei defektem ATR einfach ab. Die unkontrollierte Zellteilung wird gestoppt – und damit auch die Ausbreitung von Hautkrebstumoren. Die Funktion eines gesunden ATR-Gens kann durch Koffein unterdrückt werden – mit dem gleichen Effekt, wie er bei dem defekten Gen auftritt.

Aus der Studie können jedoch keine unmittelbaren Rückschlüsse auf die Wirkung von Kaffeekonsum gezogen werden. Die Untersuchung legt lediglich eine Verwendung des Koffeins zur äußerlichen Anwendung nahe. Als Wirkstoff in Sonnencremes sollte das Koffein nach Ansicht der Wissenschaftler allerdings noch nicht eingeführt werden: Das Forscherteam konzentrierte sich in dem Experiment auf den weißen Hautkrebs. Ob Koffein auch den schwarzen Krebs verhindern kann, ist nicht nachgewiesen. Es müsse daher erst erforscht werden, ob der munter machende Wirkstoff nicht vielleicht sogar das Risiko der deutlich gefährlicheren Malignen Melanome erhöhen könnte. Davon abgesehen müsse geklärt werden, ob Koffein beim Menschen den gleichen schützenden Effekt wie bei Mäusen hat.

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