Krebserregend: Farbstoff in Cola unter Verdacht

Ein Farbstoff in Coca-Cola steht unter dem Verdacht krebserregend zu sein. Bei dem Farbstoff handelt es sich um 4-Methylimidiazol (4-MEI).

Der Stoff habe bei einer Studie mit Mäusen vermehrt zu Tumoren geführt, daher hatte die Verbraucherschutzgruppe (Center for Science in the Public Interest) vor dem Farbstoff gewarnt und diesen durch die Ernährungsbehörde FDA verbieten lassen wollen.

Der Stoff habe bei einer Studie mit Mäusen vermehrt zu Tumoren geführt, daher hatte die Verbraucherschutzgruppe (Center for Science in the Public Interest) vor dem Farbstoff gewarnt und diesen durch die Ernährungsbehörde FDA verbieten lassen wollen.

photocase.com © pknecht

Coca-Cola und auch der Mitbewerber Pepsi werden in Amerika ihre Rezeptur bzw. Produktion von Cola umstellen. Das berichtet „Süddeutsche.de“ am Freitag.

Die beiden Konzerne müssten sonst umgehend ihre Produkte mit einer Krebswarnung etikettieren. Um das zu umgehen, wollen sie die Menge von 4-MEI soweit es geht reduzieren. Im fertigen Produkt soll der Farbstoff den gängigen Grenzwerten entsprechen. Die Rezeptur soll allerdings nur für den US-Markt geändert werden. Bisher sei das für den Bundesstaat Kalifornien schon geschehen, die restlichen Bundesstaaten sollen folgen. "Obwohl wir überzeugt sind, dass keine Gefahr für die Konsumenten besteht, dass diese Änderung rechtfertigt, haben wir unsere Zuckerstoffhersteller um diese Maßnahme [die Herstellung von 4-MEI soll geändert werden] gebeten, um zu verhindern, dass unsere Produkte einer wissenschaftlich nicht fundierten Warnung unterliegen", betont eine Sprecherin von Coca-Cola. Der Stoff habe bei einer Studie mit Mäusen vermehrt zu Tumoren geführt, daher hatte die Verbraucherschutzgruppe (Center for Science in the Public Interest) vor dem Farbstoff gewarnt und diesen durch die Ernährungsbehörde FDA verbieten lassen wollen. Der Verdacht soll durch die FDA untersucht werden. Um aber auf dieselbe Menge zu kommen, die bei den Mäusen zu Krebs geführt hatte, müsste eine Menge von über 1000 Dosen Cola pro Tag konsumiert werden, erklärte die FDA. Ein Mensch müsste also über 330 Liter Cola am Tag trinken und das über mehrere Jahre hinweg bis dieselbe Wirkung eintreten könnte.

In Deutschland wird der Stoff unter dem Namen E150 d geführt. Deutsche Lebensmittelforscher sehen in dem Vorwurf an Coca-Cola aber keinen Skandal. Cola wurde schon des Öfteren vorgeworfen, gesundheitsschädlich, insbesondere krebserregend zu sein. Bisher waren auch die Inhaltsstoffe Cyclamat oder Aspartam im Verdacht krebserregend zu sein. Dem Süßstoff Saccarin wurde ebenfalls eine krebsfördernde Wirkung nachgesagt. Das süße Getränk gibt es schon seit dem Jahr 1886 und die Rezeptur ist nur wenigen ganz bekannt. Am Anfang enthielt Cola noch Kokain um seine Wirkung zu erzielen. Dieser Bestandteil wurde natürlich schon vor Jahren aus der Rezeptur gestrichen.



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