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Männer: Sex & Essen, daran denken sie am meisten

Männer: Sex & Essen, daran denken sie am meisten

Erst Sex, dann Essen. In dieser Reihenfolge denken Männer. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, berichtet "Focus Online" heute. Männer denken damit fast genauso oft ans Essen wie an Sex. An der Studie, die in Kürze im "Journal of Sex Research" erscheint, nahmen 163 Studentinnen und 120 Studenten zwischen 18 und 25 Jahren teil.

Wie die Untersuchung ergab, dachten junge Männer im Durchschnitt 19 Mal am Tag an Sex. Bei Frauen waren es nur zehn Mal - womit ein typisches Klischee zunächst bestätigt wurde. Das wirklich neue aber: Die jungen Männer dachten im Durchschnitt 18 Mal ans Essen und damit fast genauso oft wie an Sex. Die weiblichen Teilnehmer der Studie dachten knapp 15 Mal ans Essen. So könnte man annehmen, dass Frauen öfter an Essen als an Sex zu denken. Ans Schlafen dachten die Teilnehmer indes nur selten. Männer dachten elf Mal am Tag und Frauen im Durchschnitt 8,5 Mal am Tag an ein paar Stunden Auszeit.

Das Ziel der Studie war es, herauszufinden, wie Männer und Frauen wirklich ticken und an was das jeweilige Geschlecht täglich am häufigsten denkt. Dabei sollten typische Klischees aus der Welt geschafft und andere Vorurteile bestätigt werden. Für die Untersuchung wurden die insgesamt 283 Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt. Der Schwerpunkt der Gruppen lautete Schlafen, Essen und Sex. Jeder Teilnehmer hat im Rahmen der Untersuchung einen Apparat erhalten, an dem auf einen bestimmten Knopf gedrückt werden musste, wenn der entsprechende Gedenke auftritt.

Psychologin Terri Fisher von der Ohio State University in Columbus beschwichtigt laut Focus Online das Ergebnis und Vorurteil, dass Männer vor allem an Sex denken. Ihrer Auffassung nach müssten die Zahlen in Bezug auf Sex richtig gedeutet werden. Laut Fisher glauben viele Männer, dass mit ihnen womöglich etwas nicht stimme, wenn sie nicht ständig an Sex denken.

Auch wir sind der Meinung, dass das Ergebnis der Studie nicht generalisiert werden darf. Einen Apparat zu Studienzwecken zu verwenden, bei dem eine bestimmte Taste im Falle eines bestimmten Gedankens gedrückt werden muss, erscheint einer doch relativ manipulativen Methodik zu entsprechen. Auch der Hinweis von Terri Fisher, dass Männern aus gesellschaftlichen Zwängen heraus quasi "genötigt" werden, oft an Sex zu denken, halten wir für nicht haltbar.

Immerhin: Das typische Vorurteil, dass Männer alle sieben Sekunden an Sex denken sollen, konnte durch den praktischen Test nicht begelegt werden. Bei einem 16 Stunden Tag (bei 8 Stunden Schlaf) hätte ein Mann immerhin fast 8300 Mal den Apparat betätigen müssen.

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