Neuer Konservierungsstoff hält Essen Jahre frisch
Forscher entdeckten einen natürlichen Konservierungsstoff, der Lebensmittel wie Fisch, Fleisch und sogar Eier über Jahre haltbar macht. Damit könnten auch die Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle bald der Vergangenheit angehören.
Der neue Stoff heißt Bisin. Er soll Krankheitserreger und Bakterien wie Salmonellen, E-Coli-Bakterien und Listerien abtöten. Die Forscher sagen, dass selbst hochverderbliche Lebensmittel für Jahrzehnte haltbar gemacht werden. Eine luftdichte Verpackung würde schon reichen. Einer weiteren Kühlung bedarf es nicht.
Um Lebensmittel länger haltbar zu machen, wurden bisher verschiedene Verfahren verwendet. Zum einen kann man den schädlichen Organismen seine Lebensgrundlage entziehen. Dies geschieht etwa durch Trocknen, Kühlen oder Einfrieren. Bei einem anderen Verfahren wird einer der Inhaltsstoffe so hoch konzentriert, dass dadurch die Entwicklung von Bakterien oder Erregern verhindert wird. Dazu gehört die Raffinierung. Eine weitere bekannte Methode ist die Zugabe von Zusatzstoffen oder Konservierungsstoffen.
Konservierungsstoffe verzögern das Verderben von Lebensmitteln. Auf den Lebensmittelverpackungen verstecken sie sich hinter den E-Nummern. In der Europäischen Union sind über 40 Konservierungsstoffe zugelassen. Allerdings ist die Deklaration auf den Verpackungen nicht immer erforderlich. Einige der in Lebensmitteln verwendeten Konservierungsstoffe können Nebenwirkungen haben. So können manche Stoffe Allergien auslösen, aber auch Kopfschmerze, Migräne, Übelkeit und Schwindel sind mögliche Folgen.
Der Stoff Bisin wurde an der Universität von Minnesota entdeckt. Der Wissenschaftler O´Sullivan erläutert: „Es hat keinen Einfluss auf die enthaltenen Nährstoffe, weil es sich nicht um eine Chemikalie handelt, sondern um einen natürlichen Zusatzstoff.“ Bei Bisin handelt es sich um ein ungefährliches Bakterium, was auch im Darm des Menschen zu finden ist. Da ein natürlicher Stoff keiner pharmazeutischen Tests bedarf, kann das Konservierungsmittel bereits auf dem Markt eingeführt werden. Die amerikanischen Wissenschaftler haben sich das Bakterium patentiert. Erste Verhandlungen mit Lebensmittelherstellern laufen bereits. Bisin könnte innerhalb der nächsten drei Jahre an Lebensmitteln zum Einsatz kommen.
Über den Autor
Sandra ist Journalistin und Marketing-Expertin in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Fitness und Sport.


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