Nichtraucher: Krankenschein für Raucherentwöhnung?

Nichtraucher könnten sich die Kosten ihrer Raucherentwöhnung schon bald über die Krankenkassen zurückholen, das fordern zumindest Experten. Die Krankenkassen sollen die Kosten für eine Raucherentwöhnung übernehmen. Beim Rauchen beziehungsweise der Abhängigkeit von Nikotin handelt es sich um eine Suchterkrankung.

Das Rauchen sei wie Alkohol- oder Drogensucht eine ernst zu nehmende Suchtkrankheit. Das Rauchen erhöht das Risiko an verschiedenen Krankheiten zu erkranken, die chronisch sein können.

Das Rauchen sei wie Alkohol- oder Drogensucht eine ernst zu nehmende Suchtkrankheit. Das Rauchen erhöht das Risiko an verschiedenen Krankheiten zu erkranken, die chronisch sein können.

photocase.com © anas tonish

Experten des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) und des Deutschen Krebsforschungszentrum sowie andere Fachorganisationen fordern die Krankenkassen auf, die Kosten eines Raucherentwöhnungsprogrammes zu übernehmen. Das berichtet das Ärzteblatt am Donnerstag.

Das Rauchen sei wie Alkohol- oder Drogensucht eine ernst zu nehmende Suchtkrankheit. Das Rauchen erhöht das Risiko an verschiedenen Krankheiten zu erkranken, die chronisch sein können. Durch das Rauchen steige das Risiko an diversen Lungenerkrankungen, wie Lungenkrebs oder Bronchitis zu erkranken. Außerdem habe der Konsum von Zigaretten Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System und die Entstehung anderer Krankheiten wie Diabetes oder Krebs. In anderen Europäischen Ländern wie zum Beispiel Schweden, Finnland oder Großbritannien werden Entwöhnungsprogramme von den Krankenkassen bezahlt. In Deutschland würde es diese Chance für Raucher noch nicht geben.

Die Krankenkassen argumentieren bisher damit, dass Rauchen eine eigene Entscheidung sei und dass sie für "Lifestyle-Therapien" nicht aufkommen werden. Auf die Kassen würden mit so einem Raucherentwöhnungsprogramm pro Tag Kosten in Höhe von circa 1 Million Euro zukommen. Allerdings könnten sie dadurch sogar Geld sparen, da die Kosten von Erkrankungen die durch das Rauchen beeinflusst werden sich im Jahr auf rund 7,5 Milliarden Euro belaufen. Wenn alle Folgen des Rauchens auf die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutscland berücksichtig werden würden, wie entstandene Erwerbsunfähigkeit oder Raucher die in die Frührente mussten sowie Todesfälle die primär auf das Rauchen zurückgehen, müsste eine Schadenssumme von rund 21 Millionen Euro berücksichtigt werden. Daher sei es sinnvoll in ein Raucherentwöhnungsprogramm zu investieren. In Deutschland greifen rund 20 Millionen Erwachsene regelmäßig zur Zigarette. Das Deutsche Krebsforschungszentrum gibt an, dass jährlich rund 120.000 Menschen an Folgeschäden sterben.

Doch wie soll dieses Programm aussehen? Den Rauchern soll die Möglichkeit zu einer Verhaltenstherapie gegeben werden. Diese Therapie soll mit Nikotinersatzmitteln, sowie anderen hilfreichen Medikamenten unterstützt werden. Diesen Vorschlag haben die Spezialisten in der Aufforderung an den Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr formuliert. Neben dem BdP und dem Deutschen Krebsforschungszentrum befürworten auch Organisationen wie die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin, die Deutsche Herzstiftung, die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde sowie weitere Verbände.



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Kommentare

Rauchen ist dann also offiziell eine Krankheit. Wie kann es da legal sein etwas zu verkaufen, dessen einzige Eigenschaft es ist den Konsumenten krank zu machen. Die Politik ist so verlogen, dass es einfach nur noch abstoßend ist. Hier wird das Leben und die Gesundheit aus finanziellen Interessen an Drogenproduzenten und deren dealer verschachert. Der Staat verletzt massiv seine Fürsorgepflicht. Die Ausrede mit Genuss könnt ihr Raucher euch abschminken. Das was ihr Gensuss nennt ist das angenehme Gefühl, wenn die Entzugserscheinungen nachlassen.

Dann aber Tabaksteuern verzehnfachen. Dann können die das schön selber bezahlen. Rauchen ist eine freiwillige angelegenheit, also hört gefälligst auch freiwillig wieder auf. Das sollen schön die bezahlen, die sich auch die Gewinne von der Sucht einstecken.

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