Parkinson im Geruchssinn der Nase erkennbar

Parkinson soll sich im Geruchssinn der Nase erkennbar machen. Forscher haben einen neuen Test entwickelt durch den die Parkinsonerkrankung frühzeitig erkannt werden kann. Die Symptome von Parkinson lassen sich lindern und besser behandeln, wenn man rechtzeitig mit einer Therapie beginnt.

Jeder Zehnte, der seinen Geruchssinn verloren hat, leidet später in seinem Leben an Parkinson. Diese Information nahmen andere Wissenschaftler als Grundlage für einen Früherkennungstest. Sie testeten den Geruchssinn von 187 Personen.

Jeder Zehnte, der seinen Geruchssinn verloren hat, leidet später in seinem Leben an Parkinson. Diese Information nahmen andere Wissenschaftler als Grundlage für einen Früherkennungstest. Sie testeten den Geruchssinn von 187 Personen.

photocase.com © Susann Städter

Das sich erste Folgen einer Morbus Parkinson - Erkrankung am Geruchssinn erkennbar machen, fand Heinz Reichmann, Professor für Neurologie in Dresden heraus. Durch Tierversuche an Mäusen konnte er seine These erstmals bestätigen. In der Nase konnte er Lewy-Körperchen erkennen, welche typisch für Parkinson sind.

Jeder Zehnte, der seinen Geruchssinn verloren hat, leidet später in seinem Leben an Parkinson. Diese Information nahmen andere Wissenschaftler als Grundlage für einen Früherkennungstest. Sie testeten den Geruchssinn von 187 Personen. Die Personen wurden zufällig bei einem Test in Köln ausgewählt. Bei dem Riechtest mussten drei verschiedene Gerüche erkannt werden. Bei den Gerüchen handelte es sich um Lavendel, Vanille und Zitrone. Von den 187 Probanden, litten 46 Personen unter einem verminderten bis gar nicht mehr vorhandenem Geruchssinn. Wer seinen Geruchssinn verloren hat, leidet unter "Hyposmie". Die 47 Probanden hatten danach die Möglichkeit an weiterführenden, spezifischen Parkinsontests teilzunehmen. Bei drei Teilnehmern wurde eine Parkinsonerkrankung im Frühstadium erkannt.

Wie „Welt Online“ berichtet, leiden 90 Prozent der Parkinson-Erkrankten zuerst an einem Riechverlust, danach würden Symptome wie Verstopfung, Doppelt-Sehen, sowie Impotenz dazu kommen. Für Frauen gelten Symptome wie Gefühlsarmut, Inkontinenz, Depressionen oder diffuse Schmerzen als Indikatoren für Parkinson. Neben den massiven Beweglichkeitsstörungen verursacht Parkinson aber auch Demenz sowie Depressionen. Die Demenz und Depressionen beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen sogar schlimmer als der Verlust der motorischen Beweglichkeit.

400.000 Menschen leiden in Deutschland an Parkinson. Hauptsächlich sind gerade Menschen im Alter von 50+ betroffen. Wieso ein Mensch an Parkinson erkrankt ist bislang aber noch nicht klar. Die Parkinson-Spezialisten gehen davon aus, dass es eine genetische Veranlagung gibt, welche die Entstehung der Krankheit beeinflusst. Bisher ist auch eine Heilung der Erkrankung ausgeschlossen, aber es gibt Medikamente und Therapie gegen einzelne Symptome von Parkinson. Allerdings soll künftig mit dem Riechtest Parkinson frühzeitig erkannt werden, so dass die Lebensqualität der Patienten langfristig verbessert werden kann.


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Kommentare

Parkinson oder Alzheimer oder beides nicht? Bei 3 von 47, also 6% der Leute ohne Geruchssinn gab es frühe Anzeichen von Parkinson. Ja und? Vielleicht sind 6% auch bei Leuten, die riechen können, ganz normal, je nach der Abgrenzung des intakten Geruchssinnes, der frühen Anzeichen und der Art der Untersuchung. - Gerade bei unscharfen Symptomen wie frühen Anzeichen darf der Untersuchende nicht wissen, ob der Untersuchte riechen kann oder nicht. Sonst findet er die Symptome mit Vorliebe dort, wo er sie hinvermutet. - Ohne den Vergleich zu einer unvoreingenommen untersuchten Gruppe von Leuten, die riechen können, folgt aus der Studie fast nichts. Aber vielleicht fehlen diese Angaben nur im Artikel. -- Übrigens wurde 2004 berichtet, der Verlust des Geruchssinnes sei ein frühes Anzeichen von Alzheimer. Ob beides stimmt?

Dies ist alles schon seit Jahren bekannt,dafür braucht es keine Studie.

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