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Rotes Fleisch steigert Diabetes-Risiko deutlich

Rotes Fleisch steigert Diabetes-Risiko deutlich

Rotes Fleisch, etwa vom Rind oder Schwein, kann krank machen. Das ergab eine Studie von US-Forschern, die im Fachmagazin "American Journal of Clinical Nutrition" vorgestellt wurde. Demnach könne auch das Fleisch vom Rind, Schwein oder Lamm Diabetes verursachen. Schon ein täglich verzehrtes, 100 Gramm schweres Steak, erhöhe das Risiko an Diabetes zu erleiden um ein Fünftel, so die Forscher.

Bisher wurde angenommen, dass nur verarbeitete Fleischprodukte wie Wurst oder Schinken aufgrund ihres hohen Fett-, Salz- und Nitratgehalts förderlich für eine Diabetes-Erkrankung sind. Die bei über 400.000 Menschen durchgeführte Langezeitstudie scheint aber das Gegenteil zu beweisen. Demnach ist rotes Fleisch offenbar grundsätzlich ungesund, egal ob als Wurst verarbeitet oder gebraten oder roh verzehrt. Bei der Untersuchung über einen Zeitraum von 14, 20 und 28 Jahren erkrankten insgesamt 13.759 der rund 400.000 Teilnehmer an Diabetes Typ 2. Dabei habe sich bei allen Erkrankten ein klarer Zusammenhang zwischen dem Krankheitsrisiko und dem Konsum von rotem Fleisch ergeben, heißt es. Als weniger bedenklich hätten sich hingegen weißes Fleisch (Huhn, Truthahn, etc.) erwiesen.

Damit liefern die Wissenschaftler einen neuen Grund, stärker auf Salami, Steaks und sonstige Fleischprodukte zu verzichten. Nach Ansicht der Forscher ist der Verzicht auf Wurst und rotes Fleisch eine einfache Möglichkeit, dem Diabetes-Risiko zu entgegnen. Die tägliche Fleischportion sollte deshalb durch Fisch, Milchprodukte und eine eiweißreiche pflanzliche Kost ersetzt werden. Dabei sollte generell auf einen geringen Fettgehalt geachtet werden.

Weshalb gerade rotes Fleisch für ein höheres Diabetes-Risiko sorgt, erklären die Forscher mit verschiedenen Mechanismen, die durch die Aufnahme von Fleisch im Körper in Gang gesetzt werden. Zum einen werden dem Körper durch rotes Fleisch große Mengen Eisen zugesetzt. Dies könne den so genannten oxidativen Stress in den Zellen verstärken. Dieser schädigt jedoch die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse, heißt es weiter. Auch der besonders hohe Gehalt an Natrium und Nitrit seien für den Körper schädlich. Gleichzeitig gehen die Forscher davon aus, dass Menschen, die viel Fleisch verzehren, eher übergewichtig sind. Bekanntlich zeigt gerade diese Gruppe ein deutlich höheres Risiko an Diabetes zu erkranken.

Damit unterstreichen die Ergebnisse, dass die Entwicklung von Diabetes immer stärker mit dem eigenen Lebensstil zusammenhängt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden weltweit rund 346 Millionen Menschen an Diabetes. Der Erkrankung kann generell mit viel Bewegung sowie einer ausgewogenen und fleischarmen Ernährung vorgebeugt werden. Auch auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum sollte verzichtet werde.

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