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Smartphones helfen bei Gesundheitscheck

Smartphones helfen bei Gesundheitscheck

Smartphones machen Vorsorge für Patienten künftig einfacher. Die cleveren kleinen Geräte dienen nicht mehr nur zum Telefonieren, sondern haben bald hilfreiche Zusatzfunktionen für den individuellen Gesundheitscheck beim Anwender parat.

Dank des entsprechenden Zubehörs können nun Blutdruck, Körpergewicht oder die Blutzuckerwerte per Smartphone kontrolliert werden. Auch chronische Erkrankungen wie Tinnitus sollen durch entsprechende digitale Neuentwicklungen, wie sie jetzt auf der weltgrößten Medizinfachmesse Medica vorgestellt wurden, bald auch ohne dauerhafte ärztliche Überwachung behandelbar sein.

Unter den quälenden Ohrgeräuschen leiden rund zehn Prozent der Erwachsenen. Linderung verspricht beispielsweise die mit dem Deutschen Innovationspreis für Medizin ausgezeichnete Entwicklung eines Neurostimulators. Das etwa Streichholzschachtel große Gerät wird im Vorfeld vom Arzt programmiert und ist täglich vier Stunden vom Patienten zu tragen. Das Gerät hilft dem Gehirn, den Tinnitus-Dauerton allmählich zu verlernen. Drei Viertel der Patienten haben in der halbjährigen Testphase positiv auf die Smartphone-Behandlung reagiert.

Auch die frühzeitige Erkennung von Hautkrebs ist wird in naher Zukunft via Smartphone-Aufsatz möglich sein. Ärzte nutzen einen Steckaufsatz mit integriertem Mikroskop, um auffällige Muttermale zu betrachten. Die Bilder können anschließend über eine Internet-Plattform auch Kollegen zugänglich gemacht werden, um eine zweite Facharztmeinung einzuholen.

Mobile Applikationen wie diese können jedoch aus Expertensicht keine klinischen Analysen ersetzen. Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass eventuelle Bedienungsfehler der Nutzer die Messergebnisse verfälschen könnten.

Für werdende Eltern könnten die enormen Weiterentwicklungen im Bereich des Ultraschalls von Interesse sein. So ist es jetzt möglich, dreidimensionale Aufnahmen des Ungeborenen aus dem Mutterleib zu bekommen. Das neue Gerät ist in der Lage, Hände, Füße sowie Gesichtszüge derart plastisch abzubilden, dass Eltern anhand der so entstehenden Fotos schon vor der Geburt Rückschlüsse auf mögliche Ähnlichkeiten feststellen können. Anhand dieses 3D-Ultraschallverfahrens, das bereits in einigen Praxen zum Einsatz kommt, soll ganz besonders die Frühdiagnostik weiter verfeinert werden. Fehlbildungen wie Kiefer-Gaumen-Spalten sind zeitiger erkennbar.

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