Sport: DNA verändert sich nach kurzem Training

Sport verändert die DNA bereits nach kurzem Training. Internationale Forscher haben herausgefunden, dass durch Sport eine Genblockade im Muskel gelöst wird.

So könnte die Lösung der Blockade dafür verantwortlich sein, dass Sport das Risiko an Herz-Kreislauf-Problemen zu erkranken oder Diabetes zu bekommen, senkt. Die getesteten Probanden waren eher unsportlich.

So könnte die Lösung der Blockade dafür verantwortlich sein, dass Sport das Risiko an Herz-Kreislauf-Problemen zu erkranken oder Diabetes zu bekommen, senkt. Die getesteten Probanden waren eher unsportlich.

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Durch die Lösung der Blockade könnten mehr Gene abgelesen werden, was eventuell zu einer Verbesserung des Immunsystems führen kann. Das berichtet „Welt Online“ am Donnerstag.

Die Forscher hatten von 14 Frauen und Männern jeweils vor und nach der Trainingseinheit eine Muskelprobe entnommen und diese auf eine Veränderung getestet. Dabei haben sie festgestellt, dass bereits nach einer kurzen Sporteinheit Gene, die in der Muskelzelle blockiert waren, frei gesetzt wurden. Mit dieser Erkenntnis könnte auch der Effekt von Sport auf die Gesundheit im generellen erklärt werden. So könnte die Lösung der Blockade dafür verantwortlich sein, dass Sport das Risiko an Herz-Kreislauf-Problemen zu erkranken oder Diabetes zu bekommen, senkt. Die getesteten Probanden waren eher unsportlich.

Bei den Blockaden der DNA, handelt es sich um sogenannte Kohlenwasserstoffgruppen. Diese hängen sich an das Erbgut und blockieren damit die Ablesung der Gene. Wissenschaftler gingen bisher aber davon aus, dass die Verteilung der Kohlenstoffgruppen an der DNA stabil wäre und sich nicht kurzzeitig verändern ließe. Durch die Studie wurde jetzt das Gegenteil belegt. "Unser Ergebnis liefert nun Belege dafür, dass diese Muster im Genom weitaus veränderlicher sind als bisher angenommen", betont Romain Barrés, Forscher und Studienmitwirkender. Die Forscher an der Universität Kopenhagen hatten bereits in Proben von Muskelzellen, die direkt nach der sportlichen Aktivität entnommen wurden, eine Veränderung der Kohlenstoffgruppen festgestellt. Ein Teil davon war einfach verschwunden. Etwa drei Stunden nach der Trainingseinheit war ein weiterer Teil dieser DNA-Anhänge verschwunden. Allerdings ist dieser Effekt nicht dauerhaft, daher sollte Sport regelmäßig betrieben werden.

Juleen Zierath, Studienleiterin und Professorin am Karolinska Institut in Stockholm betont, dass sich die Muskeln an das anpassen was man tut. "Wenn man sie nicht gebraucht, verliert man sie - und das ist einer der Mechanismen, die dies möglich machen". Das durch Sport der Stoffwechselverbrauch von Zucker oder Fett erhöht wird, ist bereits bekannt. Die Forscher fanden heraus, dass die Veränderung der DNA sogar noch vor dieser Stoffwechselveränderung passiert.

Der gleiche Effekt konnte auch im Labor erzielt werden. Die Forscher gaben dafür Koffein auf Muskelzellen. Das Koffein könne wohl die Muskelkontraktionen bei Sport imitieren, erklären die Forscher das Phänomen. Allerdings warnen die Forscher davor nun mehr Kaffee zu trinken und dafür weniger Sport zu machen.


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