Stiftung Warentest: Japan-Lebensmittel unbedenklich
Nach der schlimmen Katastrophe in Japan sind die Menschen weltweit in Sorge und Zweifel. Welche Auswirkungen hat der Unfall im Atomkraftwerk von Fukushima für uns hier in Europa? Kann man ohne Bedenken Produkte aus dem fernen Japan noch kaufen oder schadet man dabei der eigenen Gesundheit? Die Stiftung Warentest nimmt dazu Stellung und möchte die Bürger beruhigen.
Wir müssen uns keine Sorgen machen! Die EU hat strenge Richtlinien für Lebensmittel aus Japan eingeführt. Alle Importe werden strengstens kontrolliert bevor sie die Grenzen passieren dürfen. Es wurden spezielle Kontrollstellen der Grenze zur EU eingerichtet, um die Produkte aus dem fernen Osten in Empfang zu nehmen. Jeder Import aus den betroffenen Gebieten muss ein besonderes Gesundheitszeugnis vorzeigen. Dieses weist eindeutig nach, dass keine radioaktive Strahlung vorliegt. Es werden auch regelmäßig stichprobenartig Tests durchgeführt. Für die gesamte EU gilt ein einheitlicher Grenzwert für Radioaktivität. Dieser wurde erst vor kurzem weiter verschärft.
Der Import aus Japan beträgt gerade einmal 0,1% aller Lebensmittel die in die EU eingeführt werden. Dabei handelt es sich vor allem um Sojasoße, Tee, japanische Nudeln und Reiswein. Japan ist kein Exportschlagerland. Es produziert nicht einmal für seine eigenen Bewohner ausreichend Lebensmittel und ist größtenteils auf Importe aus dem Ausland angewiesen.
Besondere Sorgen machen sich die Menschen um Fisch aus den asiatischen Gewässern. Nahe dem Kernkraftwerk ist radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer gelangt. Allerdings verteilt die Strömung die entwichenen Stoffe Cäsium und Jod so stark, dass die Verschmutzung keine große Reichweite hat. Etwa im beliebten Fanggebiet für Alaska-Seelachs, im Beringsee, 2500 km entfernt von der Katastrophe konnten keine radioaktiven Stoffe nachgewiesen werden. Außerdem stammt der Fisch für den europäischen Markt aus dem Atlantik und nicht aus Japan, sogar auch der Fisch im beliebten Sushi.
Über den Autor
Nadja arbeitet als Diätassistentin. Sie ist Expertin in den Bereichen Diäten, Bluthochdruck und Diabetes.


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