Studie: Abnehmen durch monotones Essen
Viele Menschen versuchen den eigenen Kalorienverbrauch zu reduzieren und möchten so zu ihrem Wunschgewicht gelangen. In einer Studie der University of Buffalo haben Ernährungswissenschaftler Leonard Epstein und seine Kollegen herausgefunden, dass das Einnehmen immer gleicher Mahlzeiten zum Gewichtsverlust führen kann. Die Menschen besitzen eine Art Gewöhnungsschwelle – nicht nur beim Essen. Wenn jemand seinen Lieblingssong zu oft hört, kann er ihn irgendwann nicht mehr hören. Genauso verhält es sich beim Essen: Wenn jemand jeden Tag Pizza isst, hat derjenige es nach einiger Zeit satt, sie am nächsten Tag schon wieder zu verspeisen.
Insgesamt wurden in dieser Studie 32 Frauen untersucht. Die eine Hälfte war normalgewichtig, die andere Hälfte hatte Übergewicht. Die Frauen wurden in zwei Untersuchungsgruppen unterteilt, wobei jede Gruppe aus acht normalgewichtigen und acht übergewichtigen Frauen, also insgesamt 16 Personen bestand.
Alle Frauen haben eine 28-minütige Aufgabe bekommen, nach der sie eine 125-Kalorien-Portion Makkaroni und Käse bekommen haben und so viel Nachschlag nehmen durften, wie sie wollten. Der Unterschied: Eine Gruppe kam an fünf aufeinanderfolgenden Tagen zur Untersuchung, die andere Gruppe fünf Wochen lang jeweils einmal pro Woche. Nach der Untersuchung zeigte sich, dass die Fünf-Tage-Gruppe ihre Kalorienzufuhr um 30 Kalorien pro Tag, während die Fünf-Wochen-Gruppe ihre Zufuhr um insgesamt nur 100 Kalorien reduziert hat.
Diese Untersuchung ist kein Meilenstein in der Ernährungswissenschaft, bildet aber eine fundierte Grundlage für weitere Forschungen bezüglich der Essgewohnheiten und der Wirkung auf den Menschen von sich oft wiederholenden, gleichen Mahlzeiten. Zudem können weitere Untersuchungen Aufschluss über den Zusammenhang von übermäßigem Essen und Sucht geben.
Über den Autor
Bianka ist Journalistin und schreibt über Themen wie ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensmittel.


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