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Studie: Bis zu 20 Medikamente in einem Glas Milch

Studie: Bis zu 20 Medikamente in einem Glas Milch

Milch steckt voller gesunder Vitamine und Mineralstoffe wie Calcium – und voller chemischer Substanzen! Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie fanden Forscher der spanischen Universität von Jaén Spuren von bis zu 20 verschiedenen Medikamenten in einem einzigen Glas Milch. Darunter waren Reste von Antibiotika, Antiepileptika, Schmerzmitteln und sogar Wachstumshormonen.

Die Substanzen wurden sowohl in tierischer als auch in menschlicher Muttermilch gefunden. Den höchsten Anteil an Medikamentenresten wies dabei die Kuhmilch auf. Neben den oben genannten Resten fanden sich sogar Spuren des Sexualhormons 17-Beta-Estradiol, einer Form des Östrogens.

Der prozentuale Anteil der chemischen Substanzen in der Milch ist zwar gering – das 17-Beta-Estradiol kommt nur in jedem 13-millionsten Gramm Milch vor – jedoch zeigt die Untersuchung wie hartnäckig chemische Substanzen in der Nahrungskette bleiben.

Laut der Weltgesundheitsorganisation gelangen etwa 90 Prozent aller Dioxine, die der Mensch aufnimmt, durch Milchprodukte und Fleisch in unseren Organismus. Dioxine zählen zu den giftigsten Chemikalien und wirken krebsfördernd.

Ist Milch also gar nicht so gesund, wie bislang angenommen? Denn die Aufnahme des enthaltenen Calciums soll, einer Studie der Harvard Universität nach zu urteilen, nicht so effektiv sein wie die Aufnahme des Mineralstoffes aus anderen Quellen. 78.000 Krankenschwestern wurden in einer zwölfjährigen Forschung auf ihren Milchkonsum und ihre Knochenstärke untersucht. Frauen, die mehr Milchprodukte zu sich nahmen, zeigten ein größeres Risiko für Hüftfrakturen. Probandinnen, die dagegen Calcium über pflanzliche Lebensmittel wie Bohnen oder Salat aufnahmen, zeigten eine wesentlich niedrigere Anfälligkeit für Knochenprobleme wie Osteoporose. Grund dafür sei, dass pflanzliche Lebensmittel im Gegensatz zu Milchprodukten auch einen hohen Anteil an Magnesium aufweisen. Dieser Mineralstoff ist notwendig, damit der Körper Calcium optimal aufnehmen und nutzen kann.

Kuhmilch beinhaltet außerdem von Natur aus 59 Hormone, darunter das Wachstumshormon Insulin. Dieses beeinflusst das Wachstum und die Metastasenbildung von Brustkrebs. Aber auch das Prostata- und Darmkrebsrisiko wird durch Insulin erhöht.

Kommentare

1 | Link zur Studie

Verfasst von Sabine Mohr (Gast) am 27. Juli 2011 - 6:58.

Ein Link zur Studie hätte mich gefreut. - Das unterlegte Harvard Universität führt nur zur Uni. Die Studie habe ich dort trotz Suche nicht gefunden.

2 | Hallo Sabine,die Studie

Verfasst von Sebastian am 27. Juli 2011 - 10:37.

Hallo Sabine,

die Studie wurde im amerikanischen Journal of Agricultural and Food Chemistry veröffentlicht. Ein Abstract zur Studie kannst du hier nachlesen: http://pubs.acs.org/doi/full/10.1021/jf200364w. Die vollständige Studie ist jedoch leider kostenpflichtig.

Viele Grüße,
Sebastian

3 | Insulin

Verfasst von Volker W. (Gast) am 31. Juli 2011 - 11:45.

Insulin ist kein Wachstumshormon. Es gibt bei Säigetieren "insulinähnliche Wachstumsfaktoren".
Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Die insulinähnlichen Wachstumsfaktoren werden von der Leber abgesondert.

4 | etwas genauer bitte

Verfasst von Diana (Gast) am 1. August 2011 - 18:03.

Der Artikel springt ziemlich viel von einem Inhaltsstoff zum anderen, anscheinend um zu belegen, dass Milch nicht gut ist. Ich wünsche mir fundiertere Informationen hinsichtlich folgender Punkte:

"Darunter waren Reste von Antibiotika, Antiepileptika, Schmerzmitteln und sogar Wachstumshormonen."

Woher kommen die? Wurden die den Kühen verabreicht oder sind die über den Urin von Menschen ins Grundwasser und dann in die Kuh gekommen?

"Neben den oben genannten Resten fanden sich sogar Spuren des Sexualhormons 17-Beta-Estradiol, einer Form des Östrogens."

Was für ein Östrogen ist das? Ist es Bestandteil der Anti-Baby-Pille oder natürlicher Bestandteil der Kuhmilch?

"Laut der Weltgesundheitsorganisation gelangen etwa 90 Prozent aller Dioxine, die der Mensch aufnimmt, durch Milchprodukte und Fleisch in unseren Organismus. Dioxine zählen zu den giftigsten Chemikalien und wirken krebsfördernd."

Östrogene werden so weit ich weiß nicht zu den Dioxinen gezählt. Wie kommen die jetzt auf Dioxine und wie sind dazu die Zahlen?

"Kuhmilch beinhaltet außerdem von Natur aus 59 Hormone, darunter das Wachstumshormon Insulin. Dieses beeinflusst das Wachstum und die Metastasenbildung von Brustkrebs. Aber auch das Prostata- und Darmkrebsrisiko wird durch Insulin erhöht."

Wie mein Vorschreiber schon bemerkt hat ist Insulin für den Zuckerstoffwechsel verantwortlich. Dennoch hat es außerdem Auswirkungen auf Sexualhormone, wie mir meine Endorkinologin neulich mitgeteilt hat. Wie genau das passiert und welche Hormonkreisläufe bertroffen sind würde mich brennend interessieren.

Beste Grüße

5 | trotzdem danke schonmal

Verfasst von Diana (Gast) am 1. August 2011 - 18:27.

Ich habe noch vergessen, dass ich mich trotzdem schonmal für den Artikel bedanken wollte bei der Journalistin, sowie bei meiner Freundin, die ihn auf Facebook verlinkt hat. Das sind doch schonmal spannende Anhaltspunkte und allein wäre ich sicher nciht auf die Idee gekommen, zu gucken was Unis in Harvard und Spanien gerade so zu Milch veröffentlich. Gerade Artikel zum Thema Hormone interessieren mich. Hat da jemand einen Tipp, wo man solche Artikel abbonnieren kann? Vielen Dank!

6 | Liebe Diana, leider liegt

Verfasst von Sebastian am 1. August 2011 - 21:59.

Liebe Diana,

leider liegt uns die vollständige Studie derzeit auch nicht vor, weshalb unsere Redakteure nicht immer bis ins Detail gehen können. Wir versuchen meistens auf die Universitäten oder Studien direkt zu verlinken, so dass interessierte Leser dort mehr Informationen finden. Ich freue mich aber, dass dieses Thema anscheinend von vielen Lesern mit so viel Interesse aufgenommen wird. Wir können das Thema gerne auch mal in einem ausführlichen Artikel vertiefen.

Viele Grüße,
Sebastian
Chefredakteur

7 | Diese Studie erklärt warum

Verfasst von Roy (Gast) am 30. Januar 2012 - 14:07.

Diese Studie erklärt warum bei Milchkonsum allergieartige Symptome auftreten können, obwohl gar keine Allergie auf Milch festzustellen ist. Es sind diese anderen Substanzen, die eigentlich gar nichts in der Milch verloren haben.
Wer sich noch an Seveso erinnern kann, weiß wie gefährlich Dioxin ist.
Wieder ein Grund mehr, lieber die Milch vom Bio-Bauernhof zu kaufen. Dort ist die Chance, nicht so viel Gift zu bekommen, wesentlich größer.

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