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Tee und Kaffee schützen vor Krankheiten

Tee und Kaffee schützen vor Krankheiten

Menschen, die viel Kaffee oder Tee trinken, könnten gegen den antibiotikaresistenten Erreger MRSA geschützt sein, besagt eine neue Studie. In einer Untersuchung der amerikanischen Regierung fanden Forscher heraus, dass mehr als 5.500 Amerikaner, die heißen Tee oder Kaffee trinken, halb so viele MRSA Bakterien in ihrer Nase hatten, wie gewöhnlich.

MRSA steht für Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus. Dabei handelt es sich um ein Bakterium, welches für Staphylokokken Infektionen verantwortlich ist. Das Bakterium ist gegen verschiedene Antibiotikasorten resistent. MRSA kann in Krankenhäusern lebensbedrohende Lungenentzündung oder Blutinfektionen verursachen. In der Öffentlichkeit führt die Bakterie zu schmerzhaften Hautinfektionen, die sogar in schlimme Pilzinfektionen ausarten können.

In der neuen Studie betrachteten die Forscher, ob Kaffee- oder Teetrinker weniger MRSA in ihrer Nase hatten, als andere Menschen. Diese Idee beruht auf der Feststellung, dass im Labor und beim Menschen Tee-Extrakte Anti-MRSA-Aktivitäten zeigten, erklärte der führende Wissenschaftler Eric M. Matheson, von der Universität von Süd Kalifornien. Bisher gab es wenige Untersuchungen, welche die Verbindung von Kaffee betrachteten, aber es gibt einige Beweise, dass ein antibakterieller Effekt besteht.

Von den Probanden der Studie hatten 1,4 Prozent die Bakterie in ihrer Nase. Bei Menschen, die heißen Tee oder Kaffee trinken, war die Menge der Bakterien über 50 Prozent geringer. Die Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen den Konsum von Tee oder Kaffee und der geringen Menge der Bakterien, allerdings äußert Matheson: „man kann niemals aus einem Zusammenhang eine Ursache schließen“. Weiterhin erklärt der Forscher: „Ich kann nicht ausschließen, dass diese Ergebnisse nur ein Zufall sind“.

Die Wissenschaftler versuchten verschiedene Faktoren in ihre Beobachtungen einzubeziehen, wie das Alter und den Zustand der Gesundheit der Probanden, um den Unterschied zwischen Tee- und Kaffeetrinkern und Nichttrinkern zu erklären. Auch wenn diese Faktoren herausgerechnet wurden, besaßen die Tee- und Kaffeetrinker ein geringeres Risiko für das MRSA Bakterium. Matheson sagt, dass es für diesen Zusammenhang immer noch andere Gründe geben kann und spricht bis her keine Empfehlungen zum Konsum von Tee und Kaffee aus.

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