Trinken im Unterricht wichtig für Lernerfolge

In vielen Schulen sind Essen und Trinken während des Unterrichts noch immer verboten. Benötigen Kinder Energie, so müssen sie häufig bis zur nächsten Pause warten. Dabei ist vor allem die regelmäßige und rechtzeitige Flüssigkeitsversorgung enorm wichtig für gute Lernerfolge.

Schon ein Wasserverlust von zwei Prozent verringert nach Aussage der Ökotrophologin Dr. Andrea Trappe die Leistungsfähigkeit der Kinder. Die Folgen sind Müdigkeit und schlechtere Konzentration.

Schon ein Wasserverlust von zwei Prozent verringert nach Aussage der Ökotrophologin Dr. Andrea Trappe die Leistungsfähigkeit der Kinder. Die Folgen sind Müdigkeit und schlechtere Konzentration.

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Schon ein Wasserverlust von zwei Prozent verringert nach Aussage der Ökotrophologin Dr. Andrea Trappe die Leistungsfähigkeit der Kinder. Die Folgen sind Müdigkeit und schlechtere Konzentration. Dass Schüler unter solchen Voraussetzungen das vermittelte Wissen nur schwer aufnehmen und verarbeiten können, ist da nicht verwunderlich. Demnach ist es nicht nur wichtig, dass Kinder ihr tägliches Pausenbrot und ein Mittagessen während des Schultages zu sich nehmen, sondern auch genügend trinken. Zu Wasser, Tee und Saft sollten die Schüler aber nicht nur während der oft kurzen Pausen, in denen sie ja auch die Klassenzimmer wechseln müssen oder die Toilette aufsuchen, greifen können. Um ausreichend mit Flüssigkeit versorgt zu sein und leistungsbereit bleiben zu können, müsse nach Ansicht der Ökotrophologin die Möglichkeit bestehen, dass die Kinder auch während der Schulstunden ihren Durst stillen können. Besonders nach dem Sportunterricht, wenn die Kinder sehr viel Flüssigkeit ausgeschwitzt haben, wirkt sich ein Wassermangel sehr negativ auf die Lernerfolge der nachfolgenden Unterrichtsstunden aus. Trockene Luft oder überheizte Klassenräume tragen ebenfalls zu Flüssigkeitsverlusten bei.

Etwa einen halben Liter Wasser sollten Schüler während eines Vormittags zu sich nehmen. Untersuchungen zufolge trinken sie jedoch oft viel zu wenig: Die meisten Kinder und Jugendlichen nehmen rund 20 Prozent weniger Flüssigkeit über den ganzen Tag verteilt auf, als von Ernährungsexperten vorgeschlagen. Erlaubtes und ausreichendes Trinken in den Schulstunden könnte demnach auch insgesamt zu einer gesünderen Flüssigkeitsversorgung der Kinder beitragen.

Ökotrophologin Dr. Trappe und die Initiative „Trinken im Unterricht“ der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser machen sich daher schon seit sechs Jahren für die Aufhebung von Trinkverboten in Schulen und ein besseres Bewusstsein für die ausreichende Flüssigkeitsversorgung der Kinder stark. Eine Trinkerlaubnis wäre schließlich nicht nur zum Vorteil der Kinder, sondern würde sich auch positiv auf das Lernen in der Schule auswirken – was den Lehrern das Vermitteln von Unterrichtsstoff erleichtern könnte.



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