Verhütung: Ultraschall reduziert Spermien-Anzahl

Verhütung könnte in Zukunft durch Ultraschall zur Männersache werden. Die Anzahl der Spermien lässt sich durch eine Ultraschall-Behandlung bis zur Unfruchtbarkeit reduzieren,

Die Forscher haben die Hoden von Rattenmännchen mit Ultraschall bestrahlt und eine deutliche Reduktion der Spermatozyten und Spermatiden entdeckt. Bei Menschen könnte der gleiche Effekt zur Unfruchtbarkeit führen. Ob die Studie der Forscher um Reproduktionsbiologe James Tsuruta wirklich zu einer neuen Verhütungsmethode für den Mann führt, ist noch ungewiss.

Die Forscher haben die Hoden von Rattenmännchen mit Ultraschall bestrahlt und eine deutliche Reduktion der Spermatozyten und Spermatiden entdeckt. Bei Menschen könnte der gleiche Effekt zur Unfruchtbarkeit führen. Ob die Studie der Forscher um Reproduktionsbiologe James Tsuruta wirklich zu einer neuen Verhütungsmethode für den Mann führt, ist noch ungewiss.

photocase.com © Herzschlag

Dies berichtete die "Süddeutsche.de" am Dienstag. Die Studie wurde zuvor in der Onlinevorausgabe des Fachmagazins „Reproductive Biology and Endocrinology“ veröffentlicht.

Die Ultraschall-Behandlung könnte somit eine Alternative zur Pille der Frau darstellen. Die Forscher haben die Hoden von Rattenmännchen mit Ultraschall bestrahlt und eine deutliche Reduktion der Spermatozyten und Spermatiden entdeckt. Bei Menschen könnte der gleiche Effekt zur Unfruchtbarkeit führen. Ob die Studie der Forscher um Reproduktionsbiologe James Tsuruta wirklich zu einer neuen Verhütungsmethode für den Mann führt, ist noch ungewiss. Bisher wurden nur Tests bei Tieren durchgeführt.

Am stärksten sank die Anzahl der Spermien bei einer Behandlung mit der Dauer von 15 Minuten und einer Wiederholung nach zwei Tagen. Während der Behandlung sollte die Temperatur 37 Grad nicht überschritten werden. Bei der Behandlung sollen Ultraschallwellen mit einer Stärke von 3 Megaherz und 2,2 Watt eingesetzt worden sein. Die Stärke könne mit der Stärke von Ultraschallwellen bei der Therapie von Muskelbeschwerden gleichgesetzt werden. Nach der Behandlung haben die Ratten zwei Wochen lang eine sehr geringe Anzahl an Spermien produziert. Bei Ratten reicht allerdings eine geringe intakte Spermienanzahl aus um sich zu vermehren, wie die Forscher betonten. Bei Menschen hätte dieses Ergebnis wahrscheinlich zur Unfruchtbarkeit geführt.

Bis die Methode aber ohne Risiken zur Verhütung bei Männern angewendet werden kann, würde es noch dauern. Bestimmte Faktoren müssen künftig noch untersucht werden. Unklar sei zum Beispiel ob die Spermien bei der Behandlung mit Ultraschall Schaden nehmen. Zudem sind Langzeitschäden wie die dauerhafte Unfruchtbarkeit noch nicht ausgeschlossen. Fraglich ist auch noch die Höhe der Dosierung, Intensität und Frequenz welche beim Mann zu einem Verhütungs-Effekt führen. Bisher sei diese Methode lediglich bei Ratten getestet worden. Die Forscher der University of North Carolina hoffen, dass sich diese Methode zuerst als neues Verhütungsmittel bei Haustieren durchsetzt.



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