Vier Tassen Kaffee schützen vor Depressionen

Dem schwarzen Muntermacher werden viele positive Wirkungen nachgesagt. Nun haben amerikanische Forscher auch wissenschaftlich belegt, dass Kaffee vor allem Frauen vor Depressionen bewahrt. Allerdings muss das weibliche Geschlecht täglich etwa vier koffeinhaltige Tassen oder mehr trinken, wenn diese Wirkung eintreten soll. Mit koffeinfreien Getränken konnte diese Wirkung nicht erzielt werden.

Die Studie zeigte, dass Frauen, die täglich zwei bis drei Tassen Kaffee getrunken haben, das Risiko an Depressionen zu erkranken um 15 Prozent senken konnten. Frauen, die vier Tassen Kaffee oder mehr am Tag tranken, konnten das Risiko sogar um 20 Prozent senken im Vergleich zu Frauen, die auf den Konsum von Kaffee verzichten.

Die Studie zeigte, dass Frauen, die täglich zwei bis drei Tassen Kaffee getrunken haben, das Risiko an Depressionen zu erkranken um 15 Prozent senken konnten. Frauen, die vier Tassen Kaffee oder mehr am Tag tranken, konnten das Risiko sogar um 20 Prozent senken im Vergleich zu Frauen, die auf den Konsum von Kaffee verzichten.

photocase.com © Sonja R. Koch

Wissenschaftler der Harvard Medical School haben für die Untersuchung die Daten von über 50.000 amerikanischen Frauen mit einem durchschnittlichen Alter von 63 Jahren analysiert. Zu Beginn der Untersuchung, 1996 litt keine der Probandinnen an Depressionen. Im Laufe der zehnjährigen Untersuchung erkrankten 2607 Frauen an Depressionen. Die Wissenschaftler stuften diejenigen Frauen als depressiv ein, deren Arzt ihnen die Diagnose Depression gestellt hat und diejenigen, die Antidepressiva einnahmen. Während des Untersuchungszeitraums wurden die Teilnehmerinnen mehrmals mit Hilfe von Fragebögen zu ihrem Kaffeekonsum und einer möglichen depressiven Erkrankung befragt.

Die Studie zeigte, dass Frauen, die täglich zwei bis drei Tassen Kaffee getrunken haben, das Risiko an Depressionen zu erkranken um 15 Prozent senken konnten. Frauen, die vier Tassen Kaffee oder mehr am Tag tranken, konnten das Risiko sogar um 20 Prozent senken im Vergleich zu Frauen, die auf den Konsum von Kaffee verzichten.

Im Durchschnitt trinkt ein Deutscher 150 Liter Kaffee im Jahr. Koffein ist weltweit beliebt, so dass über 80 Prozent des Koffeinkonsums auf Kaffeetrinker zurückfallen. Der Rest verteilt sich auf Menschen, die gerne koffeinhaltige Cola-Produkte trinken und Menschen, die Koffeintabletten schlucken. Wie der Zusammenhang entsteht, konnte bisher nicht geklärt werden. Es wird aber vermutet, dass Koffein direkt auf die chemischen Prozesse im Gehirn einwirkt. Mit dem Koffein werden die Rezeptoren für Adenosin blockiert und so sorgt Koffein für einen gesteigerten Antrieb, eine erhöhte Aufmerksamkeit sowie Spaß.

Allerdings wollen die Forscher mit den Ergebnissen nicht dazu auffordern, den Kaffeekonsum zu steigern, sobald bei Menschen schlechte Stimmung aufkommt. Leiden Menschen an Depressionen, leiden sie oft auch unter Schlafstörungen. Da Kaffee eine belebende Wirkung hat, könnte die Schlafstörung damit noch verstärkt werden. Nach Angaben der Wissenschaftler sind diesbezüglich weitere Forschungsstudien und Untersuchungen vonnöten.



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Kommentare

Gewiss, man kann sich über Stimmungs- und Leistungstiefs hinweg helfen mit Kaffee. Der letzte Abschnitt des Beitrages durfte aber nicht fehlen: Kaffee wirkt psychogen, er euphorisiert. Die "antidepressive" Wirkung kann ins Gegenteil umschlagen, wenn er entzogen wird. Das Suchtpotential des Kaffees (Kombination aus körperlich und kulturell vermittelter Gewöhnung) ist erheblich. Er wird seit jeher zur psychischen Leistungsteigerung eingesetzt und hemmt die natürliche Selbstwahrnehmung von Erschöpfung. Hieraus eine positive Wirkung im Sinne einer Depressionsprophylaxe zu konstruieren ist abenteuerlich, und das zugrundeliegende Forschungskonzept bedürfte schon der genaueren Prüfung. Die Entwicklung des Pro-Kopf-Kaffeekonsums in den Industrieländern in Verbindung mit den Zahlen zu Burnout-Erkrankungen gibt beredtes Zeugnis vom Missbrauch dieses Aufputschers - so gut er auch immer schmecken mag. Er bleibt halt ein "Genussmittel".

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