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Wo Bio drauf steht, ist meistens auch Bio drin

Die Mehrheit der Bio-Produkte trägt das Siegel Bio zu Recht.

Laut Ökobericht 2011 haben fast alle Bio-Produkte den Namen Bio auch wirklich verdient. Einer dpa-Meldung zufolge tragen 95 Prozent und damit der Großteil der untersuchten Bio-Ware das Güte-Siegel zu Recht. Das Ergebnis des bundesweiten Ökoberichts fällt vor allem für deutsche Erzeugnisse positiv aus.

Wenn Bio drauf steht, steckt scheinbar auch Bio drin. Das ist das Fazit des bundesweit einzigen Landes-Ökoberichts. Seit zehn Jahren werden Bio-Lebensmittel im Zuge der Deutschlandweiten Untersuchung regelmäßig unter die Lupe genommen. Inhaltsstoffe, Rückstände oder Verunreinigungen werden dabei hinsichtlich ihrer Konformität mit der europäischen Öko-Verordnung überprüft. Nach Angaben des Verbraucherministers Baden-Württembergs, Alexander Bonde von den Grünen, halten Produkte mit Bio-Siegel, was sie versprechen. Nur fünf Prozent der getesteten Stichprobe fielen durch und tragen das Siegel zu Unrecht.

Und noch ein paar erfreuliche Nachrichten: In den getesteten Bio-Produkten wurde durchschnittlich ein 180-fach niedrigerer Gehalt an Pestiziden gefunden, als es bei konventionellen Produkten der Fall ist. Der Ökobericht attestiert der Branche eine sehr produktive Arbeitsweise und schnelles Handeln bei der Behebung der wenigen kritischen Punkte. 2011 seien einzelne Lebensmittelgruppen nicht negativ aufgefallen. So macht Bonde der Nachrichtenagentur dpa gegenüber deutlich, dass alle auf Dioxon untersuchten Hühnereier die zulässigen Höchstwerte unterschritten. Identifiziert habe man im letzten Jahr die Ursache für Rückstände in Öko-Weinen. Filter, die zuvor im Rahmen der Herstellung von konventionellem Rotwein eingesetzt worden waren, müssen zukünftig gereinigt werden, so Bonde.

Bereits seit 2002 werden Produkte mit Bio-Siegel einer ständigen Kontrolle unterzogen. Nach dpa-Angaben lobt Verbraucherminister Bonde die damalige schwarz-gelbe Regierung für die Initialisierung des Berichts. 8000 Bio-Lebensmittel wurden innerhalb der letzten zehn Jahre bereits untersucht. Dabei nicht berücksichtigt wurden jedoch, ob Transport oder Verpackungsmaterial dem Nachhaltigkeitsgedanken entsprechen.

Bio ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Laut Bonde übersteigt die hohe Nachfrage das Produktionsvolumen der deutschen Landwirte bei weitem. So müssen die Hälfte der in Deutschland unter dem Bio-Siegel verkauften Möhren und Äpfel importiert werden. Bei Biotomaten sind es sogar 80 Prozent. Laut Ökobericht 2011 ist die Anbaufläche für Bio-Gemüse zwar um 4,8 Prozent im Vergleich zu 2010 gewachsen. Damit lässt sich jedoch die Nachfrage, die um 5,4 Prozent gestiegen ist, nicht stillen.

Die Produkte mit Bio-Siegel deutscher Erzeuger schneiden im Ökobericht gut ab. So waren nur zwei Prozent des untersuchten Obsts und Gemüses mit unzulässigen Pflanzenschutzmitteln belastet. Bei importierter Ware hingegen waren bei drei-mal so vielen Proben Rückstände gefunden worden. Vor allem Produkte aus Italien, Ägypten und Griechenland waren am stärksten belastet.

Über den Autor

Sabrina ist Redakteurin, legt viel Wert auf eine ausgewogene Ernährung und kocht am liebsten mit frischen Bio-Zutaten.

 
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