Cholesterinspiegel senken schützt vor Arterienverkalkung
Die Verengung der Herzkranzgefäße (umgangssprachlich auch Arterienverkalkung) ist eine der häufigste Todesursachen. Gründe dieser Verengung sind Bluthochdruck (Hypertonie), Diabetes, ein hoher Nikotinkonsum sowie ein hoher Wert des Cholesterins, welches zu Ablagerung von Plaque in den Gefäßen führt. Dennoch sind cholesterinreichen Lebensmittel wie Schweinefleisch, Butter und Eier nicht ausnahmslos schädlich.
Cholesterin wird auch vom Körper selbst gebildet. Dieses so genannte Blutfett ist ein wichtiger Baustein für einen funktionierenden Organismus. Nur wenn ein Überschuss vorhanden ist, lagert sich Plaque ab. Durch diese Anlagerung kann der Herzmuskel nicht genügend mit Sauerstoff versorgt werden, sodass es zum Herzinfarkt oder zum plötzlichen Herztod kommen kann.
Neben medizinischer Vorsorge kann man auch selbst etwas für seine Gesundheit tun. Amerikanische Mediziner fanden heraus, dass Emotionen die regulierende Funktion der Blutgefäße beeinflussen können. So sah eine Gruppe von Probanden einen lustigen Film, während die andere Gruppe sich einen traurigen Film ansah. Messungen ergaben, dass die Oberarm-Arterien der Probanden mit dem lustigen Film stärker und schneller reagierten und somit flexibler auf eine Veränderung der Durchblutung antworteten. Bei den Probanden, die den traurigen Film sahen, war die Reaktion deutlich niedriger. Dies zeigt, dass Lachen tatsächlich eine gute Medizin ist und nicht nur eine alte Volksweisheit.
Auch diätetisch kann man das Risiko einer koronaren Herzkrankheit (Arterienverkalkung) behandeln. Beispielsweise durch Senkung des Blutdruckes, Cholesterinspiegels und durch einen geringeren Zigarettenkonsum. Zwar ist nicht erwiesen, dass Kochsalz den Blutdruck stark beeinflusst, aber eine sparsame Verwendung begünstigt die Fähigkeit der Blutgefäße auf Veränderung im Blutfluss zu reagieren. Erwiesen ist aber, dass sich eine fettarme Ernährung positiv auf den Körper auswirkt. Die Aufnahme von fettreichem Fleisch, Wurst und Milchprodukte sollte demnach verringert bzw. durch mageres Fleisch, Wurst und Käse ersetzt werden. Wer nicht auf sein Frühstücksei verzichten möchte, der lässt einfach das Eigelb weg. Denn nur das Eigelb ist cholesterinreich. Um Herzkrankheiten zu verhindern, sollte man außerdem mehr Kohlenhydrate und Ballaststoffe zu sich nehmen, wie Vollkornprodukte oder Gemüse, denn diese führen ebenfalls zur Senkung des Cholesterinspiegels.
Fettarme Zubereitung (Grillen, Dünsten, Garen in Folie) sind ein ebenso wichtiger Bestandteil einer fettarmen Ernährung. Ein guter Tipp, um auf den Sonntagsbraten nicht zu verzichten: lässt man die Bratensoße erkalten, so härtet das Fett und man kann es abschöpfen. Bei Geflügel sollte man die Haut entfernen, denn unter dieser steckt das meiste Fett.
Natürlich kann eine gesunde Ernährung nicht vollständig vor Herzkrankheiten schützen. In vielen Fällen ist sie aber eine starke Unterstützung.
Über den Autor
Nadja arbeitet als Diätassistentin. Sie ist Expertin in den Bereichen Diäten, Bluthochdruck und Diabetes.

Nadja ist ausgebildete Diätassistentin. Sie führt genau auf die Person zugeschnittene Ernährungsberatungen durch. Derzeit studiert sie Ernährungswissenschaft in München.
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