Vitamine: Weshalb sie so wichtig sind & wieviel der Körper braucht
Vitamine sind essentiell für den menschlichen Körper und steuern zahlreiche lebenswichtige Funktionen. Da sie der Stoffwechsel zum größten Teil nicht selbst synthetisieren kann, müssen Vitamine mit der Nahrung aufgenommen werden. Der gestiegene Bedarf oder eine unzureichende Versorgung kann aber auch durch Nahrungsergänzungsmittel zielgerichtet ausgeglichen werden.
Die Gesellschaft zur Information über Vitalstoffe und Ernährung (GIVE) weist aber daraufhin, dass bei derartigen Ergänzungsmitteln nur Präparate namhafter Hersteller verwendet werden sollten. Zudem sollte zwingend auf die Einnahmeanweisungen geachtet werden. Wenn Multivitaminpräparate nicht absichtlich vom Käufer zu hoch dosiert werden, sind sie als völlig bedenkenlos einzustufen. Vorsicht ist allerdings bei Präparaten aus obskuren und unbekannten Herstellern angebracht, wie sie zum Beispiel über das Internet vertrieben werden.
Besser ist es natürlich, die benötigten Vitamine direkt über die Nahrungsmittel aufzunehmen. Wir haben die wichtigsten Vitamine in einer Übersicht zusammengefasst und informieren über den täglichen Bedarf und die besten Nahrungsquellen.
Vitamin A: Vitamin A ist ein fettlösliches, für den menschlichen Körper essentiell wichtiges Vitamin. Die Vitamin-A-Vorstufe Beta-Carotin wird im menschlichen Körper zu Vitamin A umgewandelt. Vitamin A ist hauptsächlich für das Wachstum, die Funktion und den Aufbau von Haut, Schleimhäuten, Blutkörperchen, Stoffwechsel und die Sehkraft wichtig. Der täglicher Bedarf beträgt 0,8 bis 1,0 mg. Die besten Quellen sind Orangen, Spinat, Broccoli, Möhren, Fisch und Milchprodukte.
Vitamin B1: Vitamin B1 hilft beim Menschen vor allem beim Kohlenhydratstoffwechsel. Eine Unterversorgung mit Vitamin B1 kann zur Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels und Nervensystems sowie zu Reizbarkeit, Depressionen, Müdigkeit, Sehstörungen und häufigen Kopfschmerzen führen. Der täglicher Bedarf beträgt 1,0 bis 1,4 mg. Die besten Quellen sind Hefe, Getreide, Sonnenblumenkerne, Sojabohnen und Sesam.
Vitamin B2: Vitamin B2 kann nicht lange im Körper gespeichert werden und muss regelmäßig durch Nahrung zugeführt werden. Vitamin B2 unterstützt in erster Linie die Energieproduktion im Körper und trägt zur Bildung von Gewebe und roten Blutkörperchen bei. Der täglicher Bedarf beträgt 1,5 bis 1,7 mg. Die besten Quellen sind Broccoli, Spargel, Spinat, Milchprodukte, Fisch und Fleisch
Vitamin B6: Vitamin B6 ist ein farbloser Feststoff, der als Coenzym bei verschiedenen enzymatischen Reaktionen im Aminosäurestoffwechsel beteiligt ist. Anzeichen für einen Mangel sind Appetitverlust, Durchfall, Erbrechen und Wahrnehmungsstörungen. Der täglicher Bedarf beträgt 1,6 bis 2,0 mg. Die besten Quellen sind Milchprodukte, Fleisch, Vollkornprodukte und Gemüse
Vitamin B12: Vitamin B12 ist beim Menschen an der Zellteilung, der Blutbildung und der Funktion des Nervensystems beteiligt. Typische Folgen einer Mangelerscheinung sind Bluterkrankungen und Überalterung der Zellen. Der täglicher Bedarf beträgt 0,01 mg. Die besten Quellen sind Milchprodukte, Fleisch und Fisch.
Vitamin C: Vitamin C wirkt im Körper als Radikalfänger und Antioxidant. Bei einer Unterversorgung kommt es in erster Linie zu Skorbut. Eine Überdosierung kann Durchfall oder Harnwegsinfektionen zur Folge haben. Der täglicher Bedarf beträgt 100 mg. Die besten Quellen sind Obst und Gemüse
Vitamin D: Vitamin D spielt im menschlichen Körper bei der Regulierung des Calcium-Spiegels im Blut und dem Knochenaufbau eine entscheidende Rolle. Vitamin D wird hauptsächlich durch die Sonnenbestrahlung der Haut gebildet. Somit ist die Vitamin-D-Bildung im Sommer höher als im Winter. Der täglicher Bedarf beträgt 0,05 mg. Die beste Quelle ist Fisch.
Vitamin E: Vitamin E wird im Körper zum Schutz der roten Blutkörperchen, zur Stärkung von Muskeln und Nerven und für die Verbesserung der Durchblutung verwendet. Außerdem schützt Vitamin E vor Herzinfarkten, Krebs und Alzheimer. Ein Mangel kann zu Unfruchtbarkeit, Müdigkeit und verminderter Wundheilung führen. Der täglicher Bedarf beträgt 10 mg. Die besten Quellen sind pflanzliche Öle.
Der angegebene tägliche Bedarf basiert auf wissenschaftlichen Daten und wurde durch die Recommended Daily Allowance (RDA) festgesetzt. Bildnachweise - Broccoli: photocase.com © herrberg, Erdbeere: photocase.com © 112680
Über den Autor
Sebastian ist Chef-Redakteur von Yazio.de. Er ist mit allen Formen gesunder Ernährung bestens vertraut.
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