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Yazio.de Ernährungstagebuch

Appetitzügler

Appetitzügler

Während Chilis natürliche Fettbrenner sind oder Pfefferminzblätter Heißhungerattacken lindern, werden viele chemische Appetitzügler auf dem „Diätmarkt“ angeboten. Doch halten sie wirklich das, was sie versprechen? Die Einnahme von Appetitzüglern soll den Hunger verringern. Vertreter der Pillen glauben an die Wirksamkeit während andere sie als gefährliche Diätpillen abstempeln.

Wir haben uns die Appetitzügler einmal genauer angesehen und hinsichtlich der Vorgehensweise, Anwendbarkeit, Wissenschaftlichkeit, Bewegung & Sport sowie der Dauer & Erfolg untersucht.

Yazio.de Gesamtnote2 von 5 Sterne

Vorgehensweise

Wichtig vor jeder Anwendung von Appetitzüglern: eine Beratung durch einen Arzt. Zwar sind nicht alle Packungen rezeptpflichtig, aber man sollte sich trotzdem ärztlichen Rat holen. Die Einnahme sollte nicht länger als 4 Wochen dauern, da die Wirkung mit der Zeit nachlässt. Eine Pause von 2 Monaten ist empfehlenswert. Weitere Vorgehensweisen sind den jeweiligen Packungsbeilagen zu entnehmen. Meist folgt eine Einnahme vor den Mahlzeiten. Ernährungshinweise gibt es nicht.

Vorgehensweise2 von 5 Sterne

Anwendbarkeit

Die Anwendung hört sich einfach an. Tablette einnehmen und drauf los essen – Das Sättigungsgefühl kommt schnell und man soll dadurch viel weniger essen. Die Appetitzügler kann man günstig, aber auch teuer erwerben. Während 120 Kapseln etwa 33€ kosten, bekommt man 30 Kautabletten für etwa. 6€. Hier muss man selbst entscheiden, wie viel man investieren kann und möchte.

Anwendbarkeit3 von 5 Sterne

Wissenschaftlichkeit

Die Vertreter der Appetitzügler sind davon überzeugt, dass das Sättigungsgefühl mit Hilfe der Pillen schnell einsetzt und man dadurch keinen großen Hunger mehr hat. Die Pillen quellen im Magen auf und das Völlegefühl tritt langsam ein – man ist satt. Jedoch: Trinkt man ein großes Glas Wasser vor einer Mahlzeit, erfüllt dieses den gleichen Zweck und ist zudem gesünder. Viele Medikamente werben gleichzeitig mit Fettabbau – jedoch ist das meist nur Täuschung. Die Pillen täuschen lediglich dem Sättigungszentrum im Gehirn etwas vor. Ebenso stimulieren sie die Ausschüttung von Stress- und Glückshormonen, die einen Einfluss auf den Appetit haben.

Wissenschaftlichkeit2 von 5 Sterne

Bewegung & Sport

Bei den Appetitzüglern geht es nur um das Abnehmen über die Nahrung. Bewegung und Sport werden außer Acht gelassen. Dabei ist es wichtig, sein Gewicht über gesunde Ernährungsweise und Sport zu halten.

Bewegung & Sport1 von 5 Sterne

Dauer & Erfolg

Wie in der Vorgehensweise erwähnt, sollten die Pillen nicht auf die Dauer angewendet werden. Die Wirkung lässt schnell nach und meist wird mit einer Erhöhung der Dosis reagiert – doch irgendwann ist das Limit erreicht. Deshalb sollten lange Pausen eingelegt werden. Der richtige Erfolg kann meistens ausbleiben, da jeder Körper anders reagiert.

Dauer & Erfolg2 von 5 Sterne

Unser Fazit

Die Appetitzügler versprechen viel, halten dies leider nicht. Schnell kann man danach süchtig werden – vor allem durch die ständige Erhöhung der Dosis ohne Pausen. Es besteht kein wirklicher Lerneffekt, da nichts an der Ernährung geändert wird. Sobald die Appetitzügler nicht mehr eingenommen werden, kommt der berüchtigte JoJo-Effekt.

Yazio.de Gesamtnote2 von 5 Sterne
(so bewerten wir)

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Über den Autor

Nadja arbeitet als Diätassistentin. Sie ist Expertin in den Bereichen Diäten, Bluthochdruck und Diabetes.

 
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