Atkins-Diät
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Der amerikanische Ernährungswissenschaftler Robert Atkins entwarf die wohl bekannteste Diät nach dem Low-Carb-Prinzip. Fett und Eiweiß sollen Hauptenergieträger sein, während Kohlenhydrate stark reduziert werden. Atkins war der Ansicht, dass der Körper gezwungen ist Fett für die Energiegewinnung zu nutzen, wenn zu viele Fette und zu wenige Kohlenhydrate aufgenommen werden. Wir haben uns die Atkins-Diät einmal genauer angesehen und hinsichtlich der Vorgehensweise, Anwendbarkeit, Wissenschaftlichkeit, Bewegung & Sport sowie der Dauer & Erfolg untersucht. Yazio.de Gesamtnote
VorgehensweiseAtkins fertigte vier Phasen an, bei denen die Zufuhr der Kohlenhydrate Anfangs nicht mehr als 20g pro Tag betragen soll. Diese 20g in der Einleitungsphase (ersten 14 Tage) sind über Salate, Gemüse und Sojaprodukte aufzunehmen - Brot ist nicht erlaubt. In großen Mengen erwünscht sind Fisch, Fleisch, Käse, Eier, Wurst und Mayonnaise. Der Vitamin- und Mineralstoffmangel soll mit Präparaten ausgeglichen werden. In der 2. Phase dürfen nach und nach mehr Kohlenhydrate aufgenommen werden. Eine Steigerung von 5g pro Woche ist erlaubt. Auch die Auswahl an Kohlenhydrate ist größer: Gemüse, Nüsse, Beeren, Samen, Bohnen, Hülsenfrüchte. In der 3. Phase soll die Gewichtsabnahme langsam gebremst werden. Daher wird die Kohlenhydratmenge um 10g pro Woche gesteigert. Die letzte Phase soll als lebenslange Erhaltungsdiät verstanden werden. Empfohlen werden vor allem Gemüse, Fisch und Obst. Weniger befürwortet werden Teigwaren und Kartoffeln. Atkins weist darauf hin, dass man zwar viel Fett essen darf, aber das dies trotzdem kein Freifahrtschein ist – auf eine reduzierte Kalorienmenge ist daher zu achten. Vorgehensweise
AnwendbarkeitDie Atkins-Diät hört sich an wie ein Traum: schlemmen und dabei auch noch schlank werden. Zwar muss man auf die Kalorienmenge achten, aber nicht haarklein ausrechnen. Auch in den Berufsalltag ist die Diät gut einzubringen. Viele Kantinen und Restaurants gehen auf Wünsche des Gastes ein. Ein kleiner positiver Nebeneffekt: Für einige wird es gewiss entlastend sein, wenn ein oder zwei Töpfe weniger auf dem Herd stehen. Auf die genaue steigende Kohlenhydratmenge zu achten benötigt zwar wenig Zeit, doch könnte das für Berufstätige aufreibend sein. Anwendbarkeit
WissenschaftlichkeitAtkins stützt sich auf den Vorgang der Ketose: Fehlen Kohlenhydrate für den Energiestoffwechsel, so werden Fettsäuren in der Leber in Keton-Körper umgewandelt - somit ist eine Energiebereitschaft gewährleistet. Dieser Vorgang ist vor allem beim Fasten aktiv. Jedoch führt eine hohe Bildung an Ketone u.a. zu Niereninsuffizienz, Leberschäden, Verstopfung, Bluthochdruck und Gicht. Studien belegen zwar den Erfolg, jedoch ist dies eher auf die Reduzierung der Kalorienmenge zurückzuführen. Kritisch ist ebenso die geringe Kohlenhydratmenge zu betrachten: Gehirn und Muskeln brauchen diesen Nährstoff, daher kann es u.a. zu Muskelkrämpfen kommen. Wissenschaftlichkeit
Bewegung & SportDie Atkins- Diät hält Sport und Bewegung für wichtig und gibt einige Anregungen. Jedoch ist das zu wenig, daher sollte die Atkins-Diät diesen Aspekt weiter ausbauen. Bewegung & Sport
Dauer & ErfolgPositiv ist der gewünschte rasche Gewichtsverlust. Eine ausgewogene Mischkost ist im kurzem Zeitraum weniger effektiv. Auf die Dauer gesehen erfüllt sie allerdings den gleichen Zweck. Dauer & Erfolg
Unser FazitDie Atkins-Diät verspricht viel und kann auch einiges einhalten. Jedoch sollte man vor dem Beginn der Diät einen Arzt zu Rate ziehen. Die Kohlenhydrate und Ballaststoffe sind zu gering, hingegen Fette und Eiweiße zu hoch angesetzt. Man sollte beachten, dass diese Form der Low-Carb-Diäten keine gesunde Alternative ist und auf Dauer schädigen kann. Ratgeber zum Thema
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Über den Autor
Nadja arbeitet als Diätassistentin. Sie ist Expertin in den Bereichen Diäten, Bluthochdruck und Diabetes.

