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Yazio.de Ernährungstagebuch

Makrobiotische Diät

Makrobiotische Diät

Die Makrobiotische Diät, die im fernen Osten auch als Kushi-Diät bekannt ist, wurde vom Japaner Georges Ohsawa entwickelt. Dieser Diät liegt die Annahme zugrunde, dass durch Ernährung die Energieströme (Yin &Yang) im Körper ins dynamische Gleichgewicht gebracht werden. Ursprünglich bestand die Diät fast nur aus Getreide und Reis. In der heutigen Zeit wird bei einer Durchführung eher die gemäßigte Form empfohlen.

Wir haben uns die Makrobiotische Diät genauer angesehen und hinsichtlich Vorgehensweise, Anwendbarkeit, Wissenschaftlichkeit, Bewegung & Sport sowie Dauer & Erfolg untersucht.

Yazio.de Gesamtnote2 von 5 Sterne

Vorgehensweise

Basis der Diät sind pflanzliche Lebensmittel wie Getreide und Naturreis. Darauf aufbauend gibt es dann Gemüse (vor allem Hülsenfrüchte, Soja, Algen) und in Maßen Obst (vor allem Kompott, Trockenobst). Das Gemüse sollte gekocht und gut gesalzen oder sauer eingelegt sein. Magerer Fisch ist ein- bis dreimal die Woche erlaubt. Jedoch sollten Nahrungsmittel wie rohes Obst, Rindfleisch, Geflügel, Eier, Milchprodukte, Kartoffeln, Tomaten oder Alkohol eher vermieden werden. Eine wichtige Regel ist außerdem, dass man 3 Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr essen darf. Zusätzlich soll man nur trinken, wenn das Durstgefühl groß ist. Empfohlen werden vor alem Wasser, Säfte und Tee (Bancha-Tee).

Vorgehensweise2 von 5 Sterne

Anwendbarkeit

Das Gute bei dieser Diät ist, dass regionale Lebensmittel bevorzugt werden und daher recht günstig sein können. Auch das Kalorienzählen fällt weg. Allerdings könnte es u.a. für Berufstätige schwierig werden, da die Zubereitung vieler Gerichte im Alltag sich als sehr zeitaufwendig erweisen könnte. Zusätzlich wird empfohlen, sich mit der Philosophie der Diät auseinanderzusetzen, was ebenfalls viel Zeit kosten kann.

Anwendbarkeit2 von 5 Sterne

Wissenschaftlichkeit

Das einzig Positive, was einem sofort in die Augen fällt ist die ballaststoffreiche Kost. Man bleibt daher länger gesättigt. Das Risiko einer Unterernährung bei der ursprünglichen Form ist jedoch sehr hoch. Es werden zu wenig essentielle Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen. Zwar nähert sich die gemäßigte Form der Makrobiotischen Diät der Vollwerternährung an, allerdings besteht trotzdem die Gefahr einer unausgeglichenen Nährstoffversorgung. Bemängelt wird die Versorgung an Fett, Vitamin D, B2 und B12 sowie Calcium und Eisen. Während der Konsum von Salz in die Höhe schnellt, sinkt die Menge an Flüssigkeit. Beides kann sich ungesund auf den Körper auswirken – vor allem die zu geringe Flüssigkeitszufuhr.

Wissenschaftlichkeit1 von 5 Sterne

Bewegung & Sport

Zwar ist ein Sportprogramm nicht fest in die Diät integriert, allerdings werden typisch asiatische Bewegungsarten empfohlen. Beispielsweise können Yoga, Shiatsu oder bestimmte Kampfsportarten wie Karate zur Unterstützung ausgeübt werden. Hier sollte für jeden Typ etwas dabei sein.

Bewegung & Sport4 von 5 Sterne

Dauer & Erfolg

Ein Zeitraum zur Durchführung ist nicht bekannt, allerdings sollte die Makrobiotische Diät nicht auf Dauer durchgeführt werden. Ein ausschlaggebender Gewichtsverlust ist ebenso nicht bekannt – man sollte aber auch beachten, dass diese Ernährungsweise nicht für die Gewichtsreduktion gedacht ist.

Dauer & Erfolg2 von 5 Sterne

Unser Fazit

Die Makrobiotische Diät ist eher als gesundheitsfördernde Ernährungsweise zu betrachten. Kurzfristig kann die Diät problemlos zum Erfolg führen, langfristig führt sie eher zu Mangelerscheinungen. Wir sagen: Die Diät scheint interessant und kann in einem kurzem Zeitraum ruhig mal ausprobiert werden, aber nicht auf Dauer.

Yazio.de Gesamtnote2 von 5 Sterne
(so bewerten wir)

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Über den Autor

Nadja arbeitet als Diätassistentin. Sie ist Expertin in den Bereichen Diäten, Bluthochdruck und Diabetes.

 
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