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Yazio.de Ernährungstagebuch

Molekularküche

Molekularküche

Die Molekularküche sollte nicht als Diät gesehen werden, wird aber dennoch gerne zum Abnehmen herangezogen. Der Grund ist der geringe Gehalt an Nährstoffen in den Mahlzeiten. Die Molekularküche nutzt biochemische und physikalisch-chemische Prozesse zur Veränderung von Speisen und Getränke zu ändern. Der Spanier Ferran Adrià hat die Molekulargastronomie besonders geprägt, indem er mit Hilfe biochemischer Reaktionen kleine Kunstwerke aus den Speisen erschafft.

Wir haben uns die Molekularküche genauer angesehen und hinsichtlich Vorgehensweise, Anwendbarkeit, Wissenschaftlichkeit, Bewegung & Sport sowie Dauer & Erfolg untersucht.

Yazio.de Gesamtnote2 von 5 Sterne

Vorgehensweise

Die Devise heißt: sich hauptsächlich von der Molekularküche ernähren. Eine genaue Vorgehensweise gibt es nicht, da auch kein Diätkonzept vorhanden ist. Typische Beispiele für die Molekularküche sind Gemüseschaum, Lakritz-Lachs, heißes Eis, Melonenkaviar oder Rote-Beete-Spaghetti.

Vorgehensweise2 von 5 Sterne

Anwendbarkeit

Das Gute: Man muss sich an keine Regeln halten, da es keine gibt. Kalorien müssen bei der Molekularküche ebenfalls nicht gezählt werden. Das Schlechte: Diese Ernährungsweise ist in der Arbeitswelt eher schwieriger realisierbar, da man schlecht sein kleines Kochlabor mitnehmen und so auch nicht die Speisen entsprechend molekular zubereiten kann. Diese sogenannten Kits sind zudem realtiv teuer: Ein Paket mit einigen chemischen Mitteln und Geräten kann man ab 100 Euro kaufen. Kleinere Kits, die nur ein chemisches Mittel enthalten, gibt es ab 20 Euro.

Anwendbarkeit2 von 5 Sterne

Wissenschaftlichkeit

Bei der Molekularküche spielen Temperatur, Textur, Energie und Zeit eine wichtige Rolle. Lebensmittel werden mit chemischen oder pflanzlichen Substanzen in Verbindung gebracht. Agar-Agar (auch japanische Gelatine genannt), Natriumalginat oder flüssiger Stickstoff werden am häufigsten verwendet. Man warnt jedoch vor übermäßigen Verzehr bestimmter Stoffe, da diese den Körper schädigen können. Isomalt wirkt zum Beispiel abführend. Weitere Wirkungen auf dem Körper sind nicht bekannt, da es keine wissenschaftlichen Studien zur Molekularküche gibt.

Wissenschaftlichkeit2 von 5 Sterne

Bewegung & Sport

Die Molekularküche ist keine Diät, deshalb werden auch keine Übungen oder andere Trainingseinheiten vorgeschlagen. Allerdings sollte Sport immer eine wichtige Rolle spielen, wenn man effektiv und dauerhaft abnehmen möchte.

Bewegung & Sport1 von 5 Sterne

Dauer & Erfolg

Den großen Erfolg wird es bei der Molekularküche nicht geben. Zwar ist die Nährstoffzufuhr gering und man verliert ein paar Pfunde, aber für den Aufwand ist der Effekt schwindend gering. Zudem schleicht sich schnell wieder ein Hungergefühl ein.

Dauer & Erfolg2 von 5 Sterne

Unser Fazit

Die Molekularküche sollte eher als ein Geschmackserlebnis verstanden werden und weniger als Sättigung. Die Nährstoffe sind gering, aber man bekommt schnell Hunger. Kein Wunder, dass ein Menü von Ferran Adrià etwa 32 Gänge hat. Es ist sicherlich aufregend mal etwas anderes zu essen, aber als Diät ist sie absolut nicht empfehlenswert.

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Über den Autor

Nadja arbeitet als Diätassistentin. Sie ist Expertin in den Bereichen Diäten, Bluthochdruck und Diabetes.

 
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