Saftfasten

Es dürfte nicht schwer zu erraten sein, welche Lebensmittel beim Saftfasten erlaubt sind. Alle erdenklichen Obst- und Gemüsesäfte brechen die strenge Form des Wasser-Tee-Fastens auf. So soll der Körper während dem Fasten mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt werden können. Auch das Durchhalten soll so erleichtert werden. Doch eignet sich Saftfasten wirklich zum Abnehmen? Oder wäre eine Ernährungsumstellung mit ausreichend Sport und Bewegung nicht doch die bessere Wahl? Wir haben Saftfasten einer kritischen Prüfung unterzogen und sind zu einem eindeutigen Urteil gelangt.  

Wie bei jeder anderen Fastenkur hat auch die Saftkur positive Aspekte: einfach, unkompliziert, aber leider auch eintönig. Da die meisten sich schwach fühlen, ist von einer Fastenkur während der Arbeit abzuraten – diese sollte eher im Urlaub durchgeführt werden.

Wie bei jeder anderen Fastenkur hat auch die Saftkur positive Aspekte: einfach, unkompliziert, aber leider auch eintönig. Da die meisten sich schwach fühlen, ist von einer Fastenkur während der Arbeit abzuraten – diese sollte eher im Urlaub durchgeführt werden.

photocase.com © meon

Übersicht

Heute schauen wir genauer auf die Fastenkur mit Saft. Bei dieser Heilfastenkur soll man schnell an Gewicht verlieren können. Saftfasten ist eine etwas abgemilderte Form des strengen Wasser-Tee-Fastens, welches viele Menschen nur schwer durchhalten können. Auch beim Saftfasten wird zwar keine feste Nahrung zu sich genommen, Obst- und Gemüsesäfte versorgen den Organismus jedoch nach Angaben der Befürworter mit allen wichtigen Vitamine und Mineralstoffe.

Wir haben uns das Saftfasten einmal genauer angesehen und hinsichtlich der Durchführung, der Umsetzung im Alltag, der Wissenschaftlichkeit, der Integration von Bewegung & Sport sowie der langfristigen Wirkung untersucht.


Vorgehensweise Umsetzung im Alltag Wissenschaftlichkeit Bewegung & Sport Langfristige Wirkung
Gesamtbewertung von Nadja Greiner
(2,5 von 5 Sternen)

Vorgehensweise

Bewertet von Nadja Greiner
(3 von 5 Sternen)

Bevor man mit dem Fasten beginnt, muss man den Körper einen Tag lang mit Obst, Müsli, Rohkost, Kartoffeln, Gemüse und Quark entlasten, also einen sogenannten Entlastungstag einlegen. Am Tag darauf erfolgt der erste Fastentag mit Glaubersalz und einem Einlauf, wobei dieser aber kein Muss ist. Danach folgen fünf Tage Verzicht auf feste Nahrung. Flüssigkeiten wie Saft, Brühe und Tees von 1 bis 1,5 Litern sind erlaubt, 300 Kalorien pro Tag sollten jedoch nicht überschritten werden. Nach der Kur muss sich der Körper wieder langsam an feste Nahrung gewöhnen.

Eine weitere Möglichkeit wäre eine zweitägige Fastenkur: hier sollen 750ml Frucht- oder Gemüsesaft getrunken werden, dazu reichlich Wasser.

Umsetzung im Alltag

Bewertet von Nadja Greiner
(3 von 5 Sternen)

Wie bei jeder anderen Fastenkur hat auch die Saftkur positive Aspekte: einfach, unkompliziert, aber leider auch eintönig. Da die meisten sich schwach fühlen, ist von einer Fastenkur während der Arbeit abzuraten – diese sollte eher im Urlaub durchgeführt werden.

Wissensschaftlichkeit

Bewertet von Nadja Greiner
(2 von 5 Sternen)

Wie bei jeder anderen Diät, bei der auf (fast) jegliche Nahrung verzichtet wird, werden Ketone gebildet, die dem Körper schaden können. Werden die Ketone nicht über die Niere ausgeschieden, so kann der Harnsäurespiegel ansteigen, was zu Nieren-, Blasensteine und Gicht führen kann.

Zwar kommt es zu einer ausreichenden Vitaminaufnahme durch die Säfte, allerdings werden fettlösliche Vitamine nicht in ausreichender Form aufgenommen. Auch die Aufnahme von Mineralstoffen und anderen Nährstoffen ist zu gering. Man sollte auch bedenken, dass die schnelle Gewichtsabnahme nicht durch die Fettreduktion geschieht, sondern durch den Abbau von Muskelmasse. Für Schwangere, Stillende und Menschen mit schwachem Immunsystem ist die Fastenkur mit Saft nicht empfehlenswert.

Integration von Bewegung & Sport

Bewertet von Nadja Greiner
(2 von 5 Sternen)

Eine direkte Empfehlung für Sport gibt es nicht. Allerdings wird eine Kombination von Fitness und Fasten empfohlen, um dem Muskelabbau entgegenzuwirken. Man sollte aber beachten, dass der Körper während des Fastens leistungsschwach ist und man es deshalb mit sportlicher Betätigung nicht übertreiben sollte.

Langfristige Wirkung

Bewertet von Nadja Greiner
(2 von 5 Sternen)

Die Saftfastenkur sollte man nicht länger als eine Woche durchführen. Da man nur Wasser und Muskelmasse verliert, hält die Gewichtsreduktion nicht auf Dauer – der JoJo-Effekt ist vorprogrammiert.

Unser Fazit

Fasten wurde ursprünglich dafür genutzt, den Körper und die Seele zu reinigen. Als Diät mit dem Ziel der Gewichtsreduktion ist Fasten nicht geeignet. Dauerhaft gesund leben und abnehmen schafft man mit einer ausgewogenen Ernährung und Sport.


Vorgehensweise Umsetzung im Alltag Wissenschaftlichkeit Bewegung & Sport Langfristige Wirkung
Gesamtbewertung von Nadja Greiner
(2,5 von 5 Sternen)

Das könnte dich interessieren

  • Diätpflaster

    Keine Einschränkungen im täglichen Essverhalten, kein schweißtreibende...

  • Fett-weg-Spritze

    Nur ein kleiner Piecks mit einer Lipolyse-Injektion, auch Fett-weg-Spritze genannt, un...

  • Fit For Life Diät

    Trennkost ist das große Zauberwort, wenn es um die Fit For Life Diät geht....

  • Formoline L112

    Auf dem Diätmarkt gibt es zahlreiche Schlankheitsmittel, die große Abnehmer...


Ähnliche aktuelle Beiträge


Kommentare

Bisher wurden keine Kommentare verfasst.

Du musst dich anmelden oder registrieren, um Kommentare schreiben zu können.