Zitronen-Diät

Bei der Zitronendiät dreht sich alles um die kleine, gelbe Zitrusfrucht. Pro Tag soll der Fruchtsaft von bis zu acht Zitronen die Pfunde schmelzen lassen. Doch kann man wirklich mit Zitronen abnehmen? Und wie leicht ist die Zitronendiät durchführbar? Antworten auf diese Fragen liefert unser Diättest rund um das Abnehmkonzept mit dem sauren Früchtchen. Wie die Zitronensaft Diät aus ernährungswissenschaftlicher Sicht zu bewerten ist, und welche Erfolge sich tatsächlich einstellen können, erfährst Du hier.

Die Durchführung der Zitronen-Diät scheint nicht schwer. Morgens den Saft zu mischen und den ganzen Tag davon zu trinken, ist nicht sehr aufwendig und beeinträchtigt auch nicht den Alltag. Die ausgewogene Mischkost, die für gesundes Abnehmen eine wichtige Rolle spielt, erleichtert die Diät.

Die Durchführung der Zitronen-Diät scheint nicht schwer. Morgens den Saft zu mischen und den ganzen Tag davon zu trinken, ist nicht sehr aufwendig und beeinträchtigt auch nicht den Alltag. Die ausgewogene Mischkost, die für gesundes Abnehmen eine wichtige Rolle spielt, erleichtert die Diät.

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Übersicht

Sauer macht lustig, doch macht es auch schlank? Wie der Name verrät, ist der Mittelpunkt der Zitronendiät die kleine, gelbe Zitrusfrucht. Bekannt wurde die Diät durch Stanley Burroughs, der sie zur Therapie von Magengeschwüren anwendete. Täglich sollen die Abnehmwilligen den Saft von drei bis acht Zitronen trinken. Das soll die Fettverbrennung und den Stoffwechsel ankurbeln. Zudem wird dem Körper gesundes Vitamin C zugeführt. Die Zitronensaft Diät kann auf unterschiedliche Weise durchgeführt werden. Entweder folgen die Abnehmwilligen einer strengen Fastenkur und verzehren ausschließlich Zitronensaft und Wasser, oder sie folgen einem speziellen Ernährungsplan. Bei der sieben Tage andauernden Diät stehen dann hauptsächlich frische Lebensmittel mit wenig Zucker auf dem Speiseplan. Die Verfechter der Zitronendiät versprechen sichtbare Erfolge. Bis zu einer Kleidergröße sollen die Abnehmwilligen in einer Woche verlieren können.

Wir haben uns die Zitronendiät einmal genauer angesehen und hinsichtlich der Durchführung, der Umsetzung im Alltag, der Wissenschaftlichkeit, der Integration von Bewegung & Sport sowie der langfristigen Wirkung untersucht.


Vorteile
  • schneller Abnehmerfolg bei der strikten Variante
Nachteile
  • Gefahr des Jo-Jo-Effekts ist groß
Das ist erlaubt
  • viel Zitronensaft trinken
  • je nach Vorgehensweise frische, zuckerarme Lebensmittel verzehren
Das ist nicht erlaubt
  • jegliche Art von fester Nahrung während der strikten Diät
  • vom Ernährungsplan abweichen während der weniger strikten Diät

Vorgehensweise Umsetzung im Alltag Wissenschaftlichkeit Bewegung & Sport Langfristige Wirkung
Gesamtbewertung von Nadja Greiner
(3,0 von 5 Sternen)

Vorgehensweise

Bewertet von Nadja Greiner
(3 von 5 Sternen)

Bei der Zitronendiät gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Man kann sich für den vollständigen Verzicht auf andere Nahrung als Zitronensaft oder für eine weniger radikale Variante entscheiden. Bei der ersten Form gilt striktes Fasten. Das einzige erlaubte Nahrungsmittel ist der Saft von drei bis acht Zitronen pro Tag. Diesen mischt man mit zwei Litern Wasser. Um das Getränk geschmacklich aufzuwerten, gibt man 15 Esslöffel Ahornsirup und Cayennepfeffer hinzu. Der Ahornsirup wirkt der Oxidation von Vitamin C und Enzymen entgegen und konserviert den Saft. Vor allem Hollywood-Stars schwören auf diese Fastenkur.

Die zweite Variante der Zitronendiät empfiehlt etwa vier Zitronen pro Tag. Auch bei dieser Form können die Diätanhänger den Fruchtsaft mit Wasser, Ahornsirup und Cayennepfeffer mischen. Die Abnehmwilligen dürfen weiterhin normal essen. Das Getränk wird zwischen den Mahlzeiten getrunken, da es den Hunger mindern soll. Wahlweise kann ein spezieller Ernährungsplan eingehalten werden: eine ballaststoffreiche und kalorienarme Ernährung mit viel Obst und Gemüse, magerem Fleisch und Fisch, Vollkornprodukten und fettarmen Milchprodukten. Wer auf das Getränk verzichten möchte, kann es mit Zitronensaftkapseln versuchen.

Bevor man mit der Zitronenwasser Diät beginnt, ist ein Entschlackungstag empfehlenswert. Dabei soll der Körper von Giftstoffen befreit werden. Um die Giftstoffe aus dem Körper herauszuspülen, sind eine hohe Flüssigkeitszufuhr und natürliche Nahrungsmittel wichtig. Lediglich Gemüse, Obst, Fisch und Nüsse sollten die Diäthaltenden verzehren.

Bei der sieben Tage andauernden Zitronendiät mit Ahornsirup ist vor allem eines wichtig: viel Zitronensaft trinken. Immer, wenn sich der Hunger meldet, sollte man zur selbst gemachten Limonade greifen. Wählt man den radikalen Weg, ist dies schon die einzige Diätregel.

Entscheidet man sich für die weniger strikte, von Ernährungsexperten präferierte Variante, gilt es, für jeden Tag einer anderen Empfehlung zu folgen.

Tag 1: Die Diätteilnehmer sollten den ganzen Tag über viel trinken. Leichte Mahlzeiten wie Salat mit Bohnen und Linsen, Rohkostgemüse, gegrillter Fisch oder dampfgegartes Gemüse sollten den Speiseplan der Zitronendiät dominieren. Etwa zwei Stunden vor dem Schlafengehen sollte man noch ein Glas Zitronensaft zu sich nehmen.

Tag 2: Tag zwei steht im Zeichen von frischem Obst und Gemüse. Diese Nahrungsmittel enthalten viel Vitamin C, das die Abwehrkräfte stärkt und den Zellstoffwechsel anregt. Trockenobst ist ebenfalls erlaubt. Natürlich darf auch an diesem Tag die Zitronenlimonade nicht fehlen.

Tag 3: Am dritten Tag der Zitronensaft Diät dreht sich alles um die Regulierung des Blutzuckerspiegels. Dabei ist vor allem ein vollwertiges Frühstück wichtig. Über den Tag hinweg sollte man ballaststoffreiche Kost bevorzugen. Dazu zählen Reis, Vollkornbrot und Hülsenfrüchte. Diese Speisen können die Diätteilnehmer mit Zitronensaft oder mit dem Abrieb einer unbehandelten Zitrone verfeinern.

Tag 4: An Tag vier sollten die Abnehmwilligen einen großen Bogen um zuckerhaltige Lebensmittel machen. Auf diese Weise kann der Insulinspiegel während der Zitronendiät niedrig gehalten werden. Ein Ansteigen der Insulinproduktion durch Zucker würde nämlich zu Heißhunger auf kalorienhaltige Lebensmittel führen. Die selbst gemachte Zitronenlimonade ist auch an diesem Tag ständiger Begleiter.

Tag 5: Am fünften Tag der „Zitronensaft-mit-Pfeffer-Diät“ liegt der Fokus auf „guten Fetten“. Darunter fallen Nüsse, Samen, Fisch und hochwertige Öle. Auf fettes Fleisch, Milchprodukte oder Butter sollte man größtenteils verzichten.

Tag 6: Fertigprodukte und Fertiggerichte sind heute tabu. Dafür stehen Vollkornbrot, -nudeln oder -getreideprodukte auf dem Speiseplan. Vollkornprodukte sind frei von Konservierungsstoffen, künstlichen Zusatzstoffen und verstecktem Zucker.

Tag 7: Am letzten Tag der Zitronensaft Diät sollte man der Verdauung besondere Aufmerksamkeit schenken. Durch langsames Kauen mischt sich das Essen besser mit dem Speichel und die Verdauung wird erleichtert. Regelmäßiger Sport trägt ebenfalls zu einer Verbesserung bei.

Doch was kommt nach der einwöchigen Diätkur? Jetzt ist vor allem eines wichtig: eine langsame Umstellung auf eine normale Ernährung. Auf dem Speiseplan sollten viele frische Lebensmittel und Vollkornprodukte stehen. Auch sollten die Abnehmwilligen eher kleine Portionen Salat, Gemüse und Obst verzehren.

Umsetzung im Alltag

Bewertet von Nadja Greiner
(4 von 5 Sternen)

Die Durchführung der Zitronendiät mit Ahornsirup ist unserer Erfahrung nach nicht schwer. Morgens den Saft zu mischen und den ganzen Tag davon zu trinken, ist nicht sehr aufwendig und beeinträchtigt auch nicht den Alltag. Die ausgewogene Mischkost, die für gesundes Abnehmen eine wichtige Rolle spielt, erleichtert die Diät. Wer sich allerdings für das Fasten entscheidet, wird schnell von Eintönigkeit eingeholt, und die Motivation kann schwinden.

Die „Zitronensaft-mit-Pfeffer-Diät“ ist auch für Berufstätige gut durchführbar, da man die Zitronenlimonade für einen ganzen Tag vorbereiten und ins Büro mitnehmen kann. Auch bedarf es für die begleitende Mischkost keiner exotischen oder teuren Lebensmittel. Als problematisch könnte sich herausstellen, dass sich die Diäthaltenden strikt an den Ernährungsplan halten müssen, um erfolgreich zu sein. Wenig Spielraum schränkt die Umsetzbarkeit im Alltag ein. Positiv zu bewerten ist jedoch die von Tag zu Tag variierende Priorisierung der Lebensmittel.

Wissensschaftlichkeit

Bewertet von Nadja Greiner
(3 von 5 Sternen)

Zitronen sind äußerst gesund. Nicht umsonst werden sie als traditionelles Hausmittel bei Erkältungen eingesetzt. Die Vorzüge der Frucht ergeben sich hauptsächlich aus dem hohen Anteil an Vitamin C. Dieses ist ein wichtiger Bestandteil zur Bildung von Carnitin, das eine Rolle im Energiestoffwechsel spielt. Jedoch ist diese direkte Wirkung der Zitrone medizinisch bislang nicht erwiesen. Wissenschaftlich belegt ist allerdings die Stärkung des Immunsystems. Der Saft der sauren Frucht soll ebenso Enzyme enthalten, die die körpereigene Kollagenbildung begünstigen und somit der Zellalterung vorbeugen können.

Zitronensaft soll vor allem Heißhungerattacken entgegenwirken und fungiert quasi wie ein natürlicher Appetitzügler. Der Gewichtsverlust bei der Zitronendiät ergibt sich hauptsächlich aus dem großen Wasserverlust infolge der erhöhten Flüssigkeitszufuhr. Man sagt den sauren Früchtchen ebenfalls nach, dass sie die Fettverbrennung ankurbeln.

Die Zitronendiät mit Ahornsirup weist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht auch Schwächen auf. Vor allem durch die radikale Variante kommt es zum Mangel an Fetten, Eiweißen, Ballaststoffen und Vitaminen. Die Folgen sind eine erhöhte Wasserausscheidung, ein unangenehmes Mundgefühl sowie Magenbeschwerden wie Schmerzen oder Krämpfe.

Integration von Bewegung & Sport

Bewertet von Nadja Greiner
(2 von 5 Sternen)

Die Zitronendiät gibt die Empfehlung, sich regelmäßig sportlich zu betätigen. Es gibt zwar keine genauen Anregungen und Hilfestellungen, jedoch kann man sich einen eigenen Sport- und Bewegungsplan zusammenstellen. Eine Kombination aus Ausdauersport wie Fahrradfahren oder Joggen und Krafttraining eignet sich am besten, um eine Diät zu unterstützen. Sport ist ein wichtiger Bestandteil für gesundes Abnehmen und sollte daher nie außer Acht gelassen werden.

Langfristige Wirkung

Bewertet von Nadja Greiner
(3 von 5 Sternen)

Mit der Zitronendiät soll man bereits in kürzester Zeit Erfolge erreichen können. Es ist sogar von dem Verlust einer Kleidergröße nach nur sieben Tagen die Rede. Dieser Gewichtsverlust ist jedoch auf Dauer nicht effektiv. Dies gilt vor allem bei der Variante des Fastens. Bei den meisten Personen, die diese Diät ausprobieren, tritt schnell der Jo-Jo-Effekt ein. Einige Abnehmende haben nach der Zitronendiät sogar noch mehr Kilos drauf als vorher. Ob man mit der Zitronendiät also langfristig abnehmen kann, ist fraglich. Die abgeschwächte Form der Diät kann dagegen mehr überzeugen. Eine gute Mischung aus Ernährungsumstellung und Zitronensaft trinken kann ungeliebten Fettpölsterchen zu Leibe rücken – auch langfristig. Bei dieser Form der Zitronendiät stellen sich die Erfolge natürlich etwas langsamer ein.

Wir empfehlen die Zitronensaft Diät mit den sauren Früchtchen nicht länger als sieben Tage lang durchzuführen. Zitronensaft kann die Magenwände angreifen und auf diese Weise zu Magenkrämpfen führen. Ein taubes Gefühl im Mund kann ebenfalls die Folge sein. Das liegt daran, dass Zitronensäure die empfindliche Mundschleimhaut angreift.

Unser Fazit

Zitronensaft kann unserer Erfahrung nach eine gute Unterstützung beim Abnehmen sein, wenn zugleich die Ernährungsweise umgestellt wird. Die Fastenvariante alleine hat allerdings keinen Lerneffekt. Sobald man nach der „Zitronensaft-mit-Pfeffer-Diät“ wieder normal isst, sind die Pfunde nach einer Woche reinem Saft- und Wasserfasten schnell wieder auf den Hüften. Gesünder und deutlich erfolgreicher ist es, den empfohlenen Ernährungsplan zu verfolgen und dazu den Saft der Zitrusfrüchte zu trinken. Auf diese Weise lässt sich mit der Zitronendiät auch abnehmen. Wir sagen: Zitronendiät ruhig ausprobieren, aber nur in abgeschwächter Form.


Vorgehensweise Umsetzung im Alltag Wissenschaftlichkeit Bewegung & Sport Langfristige Wirkung
Gesamtbewertung von Nadja Greiner
(3,0 von 5 Sternen)


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