Zitronen-Diät
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Sauer macht lustig, doch macht es auch schlank? Wie der Name verrät, ist der Mittelpunkt der Zitronen-Diät die kleine, gelbe Zitrusfrucht. Täglich wird der Saft von drei bis acht Zitronen getrunken. Das soll die Fettverbrennung und den Stoffwechsel ankurbeln. Zudem wird dem Körper gesundes Vitamin C zugeführt. Das klingt im ersten Moment gut. Doch was wirklich dahinter steckt, könnt ihr bei uns lesen. Wir haben uns die Zitronen-Diät genauer angesehen und hinsichtlich ihrer Vorgehensweise, Anwendbarkeit, Wissenschaftlichkeit, Bewegung & Sport sowie Dauer & Erfolg untersucht. Yazio.de Gesamtnote
VorgehensweiseBei der Zitronen-Diät gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Man kann sich für die radikale Variante oder für die „verdünnte“ entscheiden. Bei der ersten Form gilt striktes Fasten. Das einzige erlaubte Nahrungsmittel ist der Saft von drei bis acht Zitronen pro Tag – diesen mischt man mit zwei Litern Wasser, 15 Esslöffel Ahornsirup und Cayennepfeffer. Die zweite Variante der Zitronen-Diät empfiehlt ca. vier Zitronen pro Tag. Auch bei dieser Form werden die Früchte mit Wasser, Ahornsirup und Cayennepfeffer gemischt. Das Getränk wird zwischen den Mahlzeiten getrunken, da es den Hunger mindern soll. Zusätzlich sollte eine ausgewogene Mischkost eingehalten werden: eine ballaststoffreiche und kalorienarme Ernährung mit viel Obst und Gemüse, magerem Fleisch und Fisch, Vollkornprodukten und fettarmen Milchprodukten. Wer auf das Getränk verzichten möchte, kann es auch mit Zitronensaftkapseln versuchen. Vorgehensweise
AnwendbarkeitDie Durchführung der Zitronen-Diät scheint nicht schwer. Morgens den Saft zu mischen und den ganzen Tag davon zu trinken, ist nicht sehr aufwendig und beeinträchtigt auch nicht den Alltag. Die ausgewogene Mischkost, die für gesundes Abnehmen eine wichtige Rolle spielt, erleichtert die Diät. Wer sich allerdings für das Fasten entscheiden möchte wird schnell von Eintönigkeit eingeholt und die Motivation kann schwinden. Anwendbarkeit
WissenschaftlichkeitDie Zitrone gilt als natürlicher Appetitzügler, der Heißhunger lindern kann. Der Saft der Frucht soll Enzyme enthalten, die die körpereigene Kollagenbildung begünstigen und somit der Zellalterung vorbeugen können. Ebenso ist Vitamin C ein wichtiger Bestandteil zur Bildung von Carnitin, welches selbst eine Rolle im Energiestoffwechsel spielt. Jedoch wurde diese direkte Wirkung der Zitrone medizinisch nicht erwiesen. Wissenschaftlich belegt ist allerdings die Stärkung des Immunsystems. Die Zitronen-Diät hat neben ihren positiven Eigenschaften, auch einige negative Seiten. Vor allem durch die radikale Variante kommt es zum Mangel an Fetten, Eiweißen, Ballaststoffen und Vitaminen. Die Folgen sind erhöhte Wasserausscheidung, ein unangenehmes Mundgefühl und auch Magenbeschwerden wie Schmerzen oder Krämpfe. Wissenschaftlichkeit
Bewegung & SportDie Zitronen-Diät gibt die Empfehlung, sich regelmäßig sportlich zu betätigen. Es gibt zwar keine genauen Anregungen und Hilfestellungen, jedoch kann man sich einen Plan auch selbst zusammenstellen. Sport ist ein wichtiger Bestandteil für gesundes Abnehmen und sollte daher nie außer Acht gelassen werden. Bewegung & Sport
Dauer & ErfolgZwar verliert man bei der Zitronen-Diät in wenigen Tagen einige Kilos, jedoch ist der Gewichtsverlust auf Dauer nicht effektiv. Dies gilt vor allem bei der Variante mit Fasten. Bei den meisten Personen, die diese Diät ausprobieren, taucht schnell der JoJo-Effekt auf und einige haben nach der Zitronen-Diät sogar noch mehr Kilos drauf, als vorher. Die abgeschwächte Form der Diät kann dagegen mehr überzeugen. Dauer & Erfolg
Unser FazitDie Zitronen-Diät ist eine gute Unterstützung, wenn zugleich die Ernährungsweise umgestellt wird. Die Fastenvariante alleine hat allerdings keinen Lerneffekt. Wir sagen: Ruhig ausprobieren, aber nur die abgeschwächte Form. Ratgeber zum Thema
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Über den Autor
Nadja arbeitet als Diätassistentin. Sie ist Expertin in den Bereichen Diäten, Bluthochdruck und Diabetes.

